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03.10.2010 | (rsn) – Im Ziel herrschte Enttäuschung bei den Belgiern. Sie bestimmten zwar das Finale des 260 Kilometer langen WM-Straßenrennens von Melbourne. Die mustergültig vorbereitete Attacke des Topfavoriten Philippe Gilbert in der vorletzten Steigung blieb aber letztlich erfolglos. Und im Schlusssprint verpasste zu allem Unglück sein Landsmann Greg van Avermaet mit Rang fünf knapp die Medaillenränge.
„Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Von daher macht mich mein fünfter Platz auch nicht wirklich stolz“, sagte van Avermaet nach dem Rennen. „Ich hatte aber auch etwas Pech. Erst hatte ich Defekt und dann wurde ich im Finale auch noch etwas von Thor Hushovd behindert“, haderte der 25-Jährige mit seinem Schicksal.
Auch Gilbert, der am Ende 18. wurde, war mit dem Ausgang des Rennens verständlicherweise nicht zufrieden. „Ich bin auf Sieg gefahren, das hat aber leider nicht geklappt. Ich habe jedenfalls alles gegeben. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, denn wir haben das Rennen gemacht", erklärte der Klassikerspezialist.
Gilbert verteidigte seine Attacke an der vorletzten Steigung. Sein Teamkollege Björn Leukemans allerdings hätte einen noch späteren Angriff gesetzt. „Philippe hätte vielleicht bis zum letzten Anstieg warten sollen. Aber es ist nun mal, wie es ist“, so der Routinier. Dem entgegnete Gilbert: „Am letzten Hügel war einfach zu viel Wind.“
Zudem fehlte dem Topfavoriten am Ende etwas die Kraft. „Als wir drei Kilometer vor dem Ziel gestellt wurden, war ich einfach platt.“ Dennoch war Gilbert der große Animateur des Finales in Geelong. „Das ist aber komplett unwichtig. Was zählt ist der WM-Titel. Deshalb bin ich enttäuscht.“
Leukemans, der auf der vorletzten Runde attackiert hatte, konnte dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen. „Wir sind so gefahren, wie wir es vorhatten. Wir wollten das Rennen schwer machen und nicht bis zur letzten Runde warten", sagte der 33-Jährige.
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