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22.04.2009 | (rsn) – Der schwer verletzte Türkei-Rundfahrt-Sieger Daryl Impey (Barloworld) fordert eine Bestrafung des Niederländers Theo Bos (Rabobank Continental), der ihn im Finale der letzte Etappe zu Fall brachte. Der 23-jährige Südafrikaner nahm erstmals gegenüber cyclingnews.com Stellung zu den Ereignissen im Finale der Abschlussetappe. Er kritisierte Bos vor allem für dessen Verhalten nach dem Sturz. Bos hätte sich nicht bei ihm entschuldigt, obwohl sie beide gemeinsam in einem Krankenwagen weggefahren worden wären.
„Etwas muss getan werden", sagte Impey, der indirekt den Weltverband UCI zum Handeln aufforderte." Ich möchte, dass sie es überprüfen und eine Entscheidung treffen, die eine endgültige ist. Ich möchte nicht in die Politik verwickelt werden. Aber es macht mich wirklich verrückt, wenn er nicht mal ein Wort der Entschuldigung äußern kann, während ich neben ihm in der Ambulanz liege.“
Impey Schilderungen des Ablaufs scheinen die von einem Hubschrauber aus aufgenommenen TV-Bilder zu bestätigen. „Als wir die 1.000-Meter-Marke passierten, sah ich, dass keiner aus unserem Team vorne mitmischte“, sagte der Barloworld-Fahrer. „Also nahm ich es locker und fuhr auf der linken Seite hinter meinem Teamkollegen Paolo Longo Borghini. Zuerst bedrängte mich Bos, aber ich konnte nicht ausweichen, dann spürte ich plötzlich eine Hand auf meiner linken Schulter, die mich in das Absperrgitter zog und mich zu Fall brachte.“
Impey behauptete, dass vor diesem Vorfall nichts zwischen ihm und Bos passiert wäre, was eine solch aggressive Handlung hätte hervorrufen können. „Ich habe mit ihm weder während noch vor der Tour je ein Wort gesprochen“, so der 23-Jährige. „Für mich ist es ein Rätsel, warum das geschehen ist. Er hätte bremsen können, vor allem, weil sich das um Platz 20 herum abgespielt hat. Dazu ist es ihm nicht erlaubt, seine Hände vom Lenker zu nehmen.“
Impey will aber nicht persönlich gegen Bos vorgehen, sondern weitere Schritte seinem Team überlassen: „Ich möchte mich gerne da heraushalten, weil ich mich gerade nicht in der besten Position befinde. Ich will nur wieder gesund werden und mich erholen.“
Barloworld-Teamchef Claudio Corti hat die UCI mittlerweile aufgerufen, Bos zu sanktionieren und geht auch davon aus, dass dies geschehen wird. "Ich bin mir sicher, dass die Rennkommissäre gegen Theo Bos die erforderlichen Disziplinarmaßnahmen aussprechen werden", sagte der Italiener Corti, der eine negative Signalwirkung befürchtet, sollte Bos ohne Strafe davon kommen. "Dann werden alle Sportdirektoren ihren Fahrern sagen können, dass sie ihre Hände einsetzen dürfen, um sich in den Sprints Platz zu verschaffen.“
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