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10.07.2008 | Bei idealen äußeren Bedingungen machten sich um 12 Uhr 25 die noch 176 Fahrer auf die 195,5km lange 6. Tour-Etappe Etappe von Aigurande nach Super Besse. Auf dem Weg zum Zentralmassiv schlug das Feld von Beginn an hohes Renntempo ein.
Nach einigen ebenso frühen wie vergeblichen Attacken war es Sylvain Chavanel (Cofidis), der sich bei Km 6 vom Feld absetzen konnte. Der 29-jährige Franzose, der bereits auf der 2. Etappe als Ausreißer unterwegs gewesen war, erhielt schnell Verstärkung von seinen beiden Landsleuten Freddy Bichot (Agritubel) und Benoît Vaugrenard (Fdjeux). Damit waren dieselben Teams wie am gestrigen Tag an der Spitze vertreten. Bis zum ersten Zwischensprint des Tages bei km 23,5 hatte sich das Trio einen kleinen Vorsprung von 1:05 Minuten herausgefahren. Dahinter versuchten mehrere Fahrer ohne Erfolg, sich ebenfalls aus dem Feld abzusetzen.
Nach seinem Sturz vom Vortag war der spanische Tour-Favorit Alejandro Valverde bandagiert zur ersten Bergetappe angetreten. Bei nach wie vor hohem Tempo – die erste Rennstunde absolvierte die Spitze mit einem Schnitt von 44,5km/h - hielt sich der Auftaktsieger am Ende des Feldes auf. Den ersten Sprint gewann Chavanel, mit 2:10 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot von Stefan Schumacher (Gerolsteiner) der im Gesamtklassement bestplatzierte Fahrer der kleinen Ausreißergruppe, vor Vaugrenard und Bichot.
Auf den folgenden rund 20 Kilometern baute die Spitze ihren Vorsprung von 1:00 Minute über 2:10 (km 28) bis auf 4:20 Minuten beim zweiten Zwischensprint bei km 44,5 aus. Diesen sicherte sich Bichot vor Vaugrenard und Chavanel. Im Feld hatte mittlerweile Gerolsteiner die Nachführarbeit übernommen. An der Spitze machten die drei Franzosen aber weiter mächtig Dampf. Kurz vor dem ersten Anstieg des Tages, der 2,3km langen Côte de L’Armelle (4. Kat., km 70), lag das Feld bereits fünf Minuten hinter den Ausreißern. Chavanel, der die Bergwertung vor Vaugrenard und Bichot gewann, fuhr zu diesem Zeitpunkt längst im virtuellen Gelben Trikot.
Im weiteren Verlauf zeigte die Tempoarbeit der komplett an der Spitze des Feldes versammelten Gerolsteiner- Mannschaft erste Erfolge. Bereits bei km 71,5 war der Vorsprung von Chavanel&Co. auf 4:40 Minuten zurückgegangen, 20 Kilometer später näherte er sich der Vier-Minuten-Marke. Dabei kam der Eifel-Equipe auch zugute, dass die mittlere Geschwindigkeit in der zweiten Rennstunde auf 37,6km/h zurückging.
Die zweite Bergwertung, der 1,6km lange Kat. 4-Anstieg Côte de Crocq bei km89 entschied wiederum Chavanel vor Bichot und Vaugrenard für sich. Damit war klar, dass der Sieger des Pfeils von Brabant das Gepunktete Bergtrikot seines Landsmanns Thomas Voeckler (Bouygues Telecom) ins Visier genommen hatte. Kurz darauf wuchs der Vorsprung der Ausreißer wieder auf bis auf 5:15 Minuten bei km 95 an.
Danach ging es auf ansteigender Strecke bergab für die Spitzengruppe. Bei km 102,5km sank die Differenz auf 4:15 Minuten. An der Verpflegung (km114) lag das Trio nur noch 3:25 Minuten. Zwei Fahrer machten in der Versorgungszone unsanfte Bekanntschaft mit dem Asphalt: Zunächst stürzte der Spanier David Lopez Garcia aus Valverdes Caisse d’Epagrne-Mannschaft, kurz darauf erwischte des den Franzosen Florent Brard (Cofidis). Beide konnten weiterfahren, aber Lopez musste sich am Wagen des Rennarztes behandeln lassen und Brard verlor mit defektem Schaltwerk den Anschluss an das Feld.
Bei einsetzendem Regen hatte Cadel Evans (Silence-Lotto) derweil mit anderen Problemen zu kämpfen. Der australische Tour-Favorit musste nach einer Reifenpanne – eskortiert von seiner Mannschaft – wieder zurück ins Feld fahren, was ihm ohne größere Mühe gelang. Auf nassen Straßen, aber bei angenehmen Temperaturen von etwa 25 Grad gelang es dem weiter von Gerolsteiner angeführten Feld, mit „kontrollierter Offensive“ den Rückstand weiter zu verkürzen: von 3:20 Minuten auf 2:20 bei der dritten und letzten Sprintwertung des Tages bei km 144. Vaugrenard holte sich hier die Punkte und die Prämie vor Bichot und Chavanel. Damit hatten die drei Franzosen die Sprintwertungen schiedlich-friedlich unter sich aufgeteilt.
Im vorletzten Anstieg, dem acht Kilometer langen und 5,2 Prozent steile Col de la Croix-Morand (Kat. 2), erhielt das Rennen bei nun wieder trockenen Straßen und Sonnenschein neue Dynamik. Zunächst konnte Vaugrenard dem Tempo von Bichot und vor allem Chavanel nicht mehr folgen und fiel zurück. Als das Feld mit 1:55 Minuten Rückstand in den Berg ging, attackierte zunächst der Franzose Remi Pauriol (Credit Agricole), gefolgt von mehreren anderen Fahrern. In Folge des Angriffs entstand schließlich eine erste große Gruppe mit Schumacher und den anderen Favoriten sowie der "Autobus" mit den Sprintern.
Die erste Kat.-2-Bergwertung (und zehn Punkte) der diesjährigen Tour holte sich bei km 158 auf dem 1.401 m hohen Col de la Croix-Morand Sylvain Chavanel vor Bichot und Thomas Voeckler (Bouygues Telecom), der die Verfolger rund eine Minute später über den Gipfel führte. In der Abfahrt schlug in der großen Gruppe nun Valverdes Caisse d’Epargne-Team ein scharfes Tempo ein und führte die Verfolger an das Spitzenduo heran. Zunächst wurde Chavanel, der einer Attacke von Freddy Bichot nicht mehr hatte folgen können, 20km vor dem Ziel gestellt, 13km vor Rennschluss war mit Bichot auch der letzte der Ausreißer gestellt, in den elf Kilometer langen, durchschnittliche 4,7% steilen Schlussanstieg hinauf nach Super-Besse fuhr das Hauptfeld geschlossen und von Caisse d’Epargne angeführt hinein.
Kurz vor dem Anstieg war Erik Zabel (Milram) in einen Sturz verwickelt. Der 38-Jährige schaffte aber wieder den Anschluss an das Hauptfeld. Laurent Lefévère (Bouygues Telecom) und Amael Moinard (Cofidis) wagten am Fuß des Schlussanstieges den ersten Angriff. Die beiden Franzosen kamen aber nicht entscheidend vom Feld weg, wo Caisse d’Epargne ein gleichmäßiges Tempo anschlug. 7,5km vor dem Ziel schlossen Alexander Efimkin (Ag2r) und Christophe Le Mevel (Credit Agricole) zur Spitze auf, aber nur dem Russen gelang es, noch im flacheren Teil des Anstiegs einen kleinen Vorsprung auf das Feld herauszufahren.
5,5km vor dem Ziel hatte Efimkin Verstärkung durch den Franzosen David Moncoutié (Cofidis) erhalten, der Vorsprung des Duos auf das Feld betrug aber nur 12 Sekunden. Fünf Kilometer vor dem Ziel zogen der US-Amerikaner Christian Vandevelde (Garmin Chipotle), Sechster der Gesamtwertung, und der Italiener Leonardo Piepoli (Saunier Duval) an der nur kurzzeitigen Spitze vorbei. Aber die Favoriten machten noch vor der 1.000-Meter-Marke ernst und zogen an Vandevelde und Piepoli vorbei.
Auf den letzten 1.000, bis zu elf Prozent steilen Metern, zeigten sich mit Riccardo Ricco (Saunier Duval) Valverde, Kirchen, Schumacher, Evans und Fränk Schleck (CSC) die erwarteten Fahrer vorne. Rund 300 Meter vor dem Ziel touchierte Schumacher das Hinterrad von Kirchen und stürzte, ebenso wie sein Teamkollege Bernhard Kohl, genau in dem Moment, als seine Konkurrenten zum Zielsprint ansetzten. Da bei Bergankünften die Regelung der neutralisierten Schlusszone nicht gilt, waren die 30 Sekunden Rückstand, mit denen der Nürtinger ins Ziel kam, zuviel, um das Gelbe Trikot zu verteidigen.
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