Teutenberg Achter zum Down-Under-Auftakt

Britischer Tag in Adelaide: Watson gewinnt Prolog vor Vernon

Foto zu dem Text "Britischer Tag in Adelaide: Watson gewinnt Prolog vor Vernon"
Samuel Watson (Ineos Grenadiers) hat den Prolog zur Tour Down Under gewonnen. | Foto: Cor Vos

20.01.2026  |  (rsn) – Samuel Watson (Ineos Grenadiers) hat den Auftakt in die WorldTour-Saison 2026 gewonnen. Der 24-jährige Brite benötigte für den 3,6 Kilometer langen Prolog der 26. Ausgabe der Tour Down Under 4:16 Minuten und verwies dabei in Adelaide seinen Landsmann Ethan Vernon (NSN) mit knappem Vorsprung von sechs Zehntelsekunden auf den zweiten Platz.

Auch Red Bull – Bora – hansgrohe konnte mit dem ersten Tag der Rundfahrt zufrieden sein: Der Neuseeländer Laurence Pithie (Red Bull – Bora - hansgrohe) komplettierte mit drei Sekunden Rückstand das Tagespodium vor dem Australischen Zeitfahrmeister Jay Vine (UAE – Emirates – XRG / +0:04) und Pierre Gautherat (Decathlon - CMA CGM / +0:05).

Zeitgleich mit dem Franzosen folgten auf den weiteren Plätzen der Schweizer Zeitfahrmeister Mauro Schmid (Jayco – AlUla), der Niederländer Maikel Zijlaard (Tudor) und Tim Torn Teutenberg (Lidl – Trek), der als bester der neun deutschen Starter auf dem achten Rang landete. Für Titelverteidiger Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates – XRG / +0:09) reichte es zum 23. Platz. 

“Gerade, als ich vom Rad stieg, kam Ethan Vernon ins Ziel, nur eine halbe Sekunde hinter mir. Ich wusste, dass er ein ernstzunehmender Konkurrent war und dachte, dass ich es vielleicht nicht mal mehr bis zum ‘Hot Seat‘ schaffen würde“, kommentierte ein glücklich lachender Watson im ersten Interview seinen perfekten Saisoneinstieg.

Zittern musste der Britische Straßenmeister um seinen sechsten Profisieg nochmals, weil Vine als letzter gestarteter Profi eine starke Fahrt hinlegte. Als der 30-Jährige dann aber mit Rückstand ins Ziel kam, “war das eine große Erleichterung für mich. Ich bin so froh, die Saison mit einem Sieg zu beginnen“, so Watson, der mit dem ockerfarbenen Führungstrikot die morgige 1. Etappe in Angriff nehmen wird.

Auf den 120,6 Kilometern rund um Tanunda, an deren Ende mit einer Sprintentscheidung gerechnet werden kann, wird er sich aber in den Dienst von Ineos-Neuzugang Sam Welsford stellen. “Morgen werden wir 100 Prozent für ihn fahren, er hat in den letzten beiden Jahren sechs Etappen gewonnen, also alles für ihn“, kündigte Watson an.

So lief der Prolog zur Tour Down Under:

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte startete die Rundfahrt mit einem Einzelzeitfahren. Der 3,6 Kilometer lange Prolog begann am Victoria Square und führte auf breiten Straßen ohne große technische Herausforderungen in östlicher Richtung zum Ziel im Victoria Park. Alle 140 Startet bestritten das Rennen auf ihren Straßenrädern, wobei der Österreicher Michael Gogl (Alpecin – Premier Tech) den Anfang machte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad erzielte der früh gestartete Watson mit 4:16 Minuten eine Bestzeit, der der sein Vernon am nächsten kam: Die beiden trennten nur knapp sechs Zehntel Sekunden. Auch Marco Brenner (Tudor) wusste zu überzeugen. Mit neun Sekunden Rückstand gegenüber Watson behauptete der Augsburger lange seinen Platz in den Top Ten, um letztlich den Prolog auf Platz 28 zu beenden.

Das Profil des Prologs zur Tour Down Under. | Foto: Veranstalter

Titelverteidiger Narvaez war ebenfalls rund neun Sekunden langsamer als der Spitzenreiter und landete am Ende auf Rang 23. Dagegen fehlten dem Schweizer Zeitfahrmeister Schmid nur vier Sekunden zur Bestzeit. Vom zwischenzeitlichen vierten Rang wurde Schmid dann von Gautherat verdrängt, wogegen Prologspezialist Maikel Zijlaard unmittelbar hinter dem Schweizer landete.

Kurz darauf fuhr Teutenberg auf den zwischenzeitlichen siebten Rang. Da der als letzter Fahrer gestartete Vine mit einer starken Fahrt noch Vierter wurde, beendete der Lidl-Trek-Sprinter den Auftakt auf Platz acht.

Results powered by FirstCycling.com

Mehr Informationen zu diesem Thema

27.01.2026Vine brach sich bei Känguru-Kollision das linke Kahnbein

(rsn) – Jay Vine (UAE – Team Emirates – XRG) hat sich bei seiner Kollision mit einem Känguru am Schlusstag der Tour Down Under deutlich schwerer verletzt als zunächst angenommen. Wie sein Team

26.01.2026“Känguru-Opfer“ Bjerg erlitt mehrere Knochenbrüche

(rsn) – Der Känguru-Zwischenfall auf der Abschlussetappe der Tour Down Under (2.UWT) hat für Mikkel Bjerg (UAE – Emirates – XRG) schwerwiegende Folgen. Nachdem am Sonntag schon bekannt wurde,

25.01.2026Brenner holt in Australien bestes Rundfahrtergebnis seiner Karriere

(rsn) – Auch wenn Marco Brenner nicht vollends sorgenfrei durch die Tour Down Under gekommen ist, so steht für den Tudor-Fahrer nach sechs Tagen durch Australien doch das beste Rundfahrtergebnis se

25.01.2026Highlight-Video der 5. Etappe der Tour Down Under

(rsn) - Jay Vine (UAE - Emirates - XRG) hat die Tour Down Under 2026 gewonnen. Der Australier hatte dabei aber noch einen echten Schreckmoment zu überstehen, nachdem gegen Mitte des Rennens Kängurus

25.01.2026Vine: “Das Gefährlichste in Australien? Kängurus!“

(rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat zum zweiten Mal nach 2023 die Tour Down Under gewonnen und am Ende der Schlussetappe in Stirling komfortable 1:03 Minuten Vorsprung auf den Gesamtzwei

25.01.2026Brennan siegt in Stirling, Vine trotz Känguru-Crash TDU-Sieger

(rsn) – Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) hat in Stirling die schwere und mit 170 Kilometern auch längste Etappe der 26. Tour Down Under (2.UWT) gewonnen. Der Brite setzte sich im Sprint ein

24.01.2026Sturzfolgen: Narvaez erleidet Frakturen an der Brustwirbelsäule

(rsn) - Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates – XRG) hat sich bei seinem Sturz auf der 4. Etappe der Tour Down Under Knochenbrüche zugezogen. Wie Teamarzt Adrian Rotunno auf X erklärte, seien bei dem

24.01.2026Highlight-Video der 4. Etappe der Tour Down Under

(rsn) – Nach einem zweiten und einem fünften Platz hat Ethan Vernon (NSN) bei der Tour Down Under erstmals jubeln dürfen. Auf der wegen Waldbrandgefahr verkürzten 4. Etappe setzte sich der Brite

24.01.2026NSN verliert Strong und Stewart, gewinnt aber mit Vernon

(rsn) – Ethan Vernon (NSN) hat in Willunga die aufgrund von Waldbrandgefahr und prognostizierten bis zu 43 Grad verkürzte 4. Etappe der 26. Tour Down Under (2.UWT) gewonnen. Der Brite setzte sich i

23.01.2026Down Under: Nach Rutsch auch Teamkollege Van Eetvelt raus

(rsn) – Nach Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché) hat auch Teamkollege Lennert Van Eetvelt die Tour Down Under vorzeitig verlassen müssen. Der 24-jährige Belgier war wie der drei Jahre ältere De

23.01.2026Waldbrandgefahr und Hitze: Willunga Hill muss gestrichen werden

(rsn) – Die 4. Etappe der Tour Down Under (2.UWT) am Samstag wird keine Königsetappe mehr sein: Das ursprünglich über 176 Kilometer geplante Teilstück mit drei Auffahrten zum Willunga Hill muss

23.01.2026Highlight-Video der 3. Etappe der Tour Down Under

(rsn) – Sam Welsford (Ineos Grenadiers) hat nach jeweils drei Siegen in den beiden vergangenen Jahren auch bei der diesjährigen Tour Down Under zugeschlagen und den ersten Erfolg im Trikot seines n

Weitere Radsportnachrichten

10.02.2026Radsport live im TV: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die w

10.02.2026Immer geradeaus und Busersatzverkehr

(rsn) - Nachdem er auf Mallorca sein Debüt für Tudor gegeben hatte, ist Lennart Jasch, der zum Kader des Development Teams gehört, auch im Oman schon wieder für die Profimannschaft im Einsatz. Am

10.02.2026Uijtdebroeks: Riss im Speichenkopf des linken Ellbogens

(rsn) – Cian Uijtdebroeks war nach seinem Wechsel von Visma – Lease a Bike zu Movistar mit großen Erwartungen in seine fünfte Saison bei den Profis gestartet. Doch gleich bei seinem Debüt im Tr

10.02.2026Alte Liebe rostet nicht: Roglic-Besuch beim Olympischen Skispringen

(rsn) – Bis zu seinem Saisonstart bei Tirreno-Adriatico am 9. März hat Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) noch einen Monat Zeit. Die nutzte der frühere Skispringer nun, um sich bei de

10.02.2026Trotz Hincapie und Julich: MPCC nimmt Modern Adventure auf

(rsn) – Während zuletzt immer mehr Teams die “Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport“ (MPCC) verlassen haben, geht der Zweitdivisionär Modern Adventure Pro Cycling den entgegengesetzten W

10.02.2026Vom Sturz erholt: Blikra hat in wildem Massensprint die Nase vorn

(rsn) – Zum Auftakt der 15. Tour of Oman (2.Pro) hatte sich Erlend Blikra (Uno-X Mobility) noch mit Rang vier begnügen müssen. Drei Tage später ließ sich der Norweger die zweite und letzte Chanc

10.02.2026Verstoß gegen neue UCI-Regel: Trofeo Alfredo Binda lädt Konti-Teams ein

(rsn) – Eine neue UCI-Regel, wonach ab dem 1. Januar 2026 keine Kontinental-Teams mehr zu Rennen der Women’s WorldTour eingeladen werden dürfen, wird offensichtlich nicht von allen Rennveranstalt

10.02.2026Rose Racing Circle verpflichtet Habets und Knolle

(rsn) - Professionelle Gravel-Teams schließen in den letzten Monaten wie Pilze aus dem Erdboden und dementsprechend wird sich die Leistungsdichte in den Rennen signifikant erhöhen. Nachdem das Spec

10.02.2026Wagner: “Wout wird in guter Verfassung am Start stehen“

(rsn) – Wenn das Peloton schon seit einiger Zeit aus Australien und von Mallorca zurückgekehrt ist, die Valencia-Rundfahrt und der Étolie de Bessèges gerade beendet sind und im Oman die Entscheid

09.02.2026Herzog: “Mit so einem Champion im Team fährt dir keiner mehr einfach so vor die Karre“

(rsn) – Es fehlte zum Abschluss der Valencia-Rundfahrt (2.Pro) nicht viel, und der deutsche Radsport hätte innerhalb kürzester Zeit nach Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech) beim Etoile de BessÃ

09.02.2026Quintana und der alte Hund: “Will nochmal aufs Podium“

(rsn) – Seit dem 4. Februar ist Nairo Quintana (Movistar) 36 Jahre alt. In der WorldTour gibt es nicht allzu viele Profis, die da aktuell noch drüber liegen. Keiner davon hat zwei Grand Tours gewon

09.02.2026Neuer Trainer für Vingegaard

(rsn) - Egan Bernal (Ineos Grenadiers) hat seinen kolumbianischen Meistertitel im Straßenrennen aus dem Vorjahr verteidigt. Der 29-Jährige hatte auf dem schweren und mehr als 200 Kilometer langen Ru