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11.01.2026 | (rsn) – Judith Krahl (Rose Racing Circle) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zur Deutschen Meisterin im Cyclocross gekürt. Im hessischen Bensheim setzte sich die 24-Jährige kurz nach dem Start ab und gewann auf leicht matschigem Untergrund mit mehr als einer Minute Vorsprung auf Sina van Thiel (RSC Kempten), die Silber gewann. Über Bronze freute sich Theresia Schwenk (RSV Heidelberg).
“Ich bin meinem Rennen ziemlich zufrieden und froh, dass es mit dem Titel geklappt hat und ich im Meistertrikot rumfahren darf“, freute sich Krahl im Ziel-Interview. Spannend machte die Lehramtsstudentin es nicht. Auch ein technischer Defekt brachte sie nicht in Schwierigkeiten. “Ich bin nach einem Berghochstück nicht mehr in Pedale gekommen. Dann kam die Brücke und dann war alles ein bisschen außer Kontrolle – und dann hat es laut Knack gemacht und mein Lenker war nach unten“, blickte sie zurück.
“Zum Glück war die Stelle ziemlich okay, weil ich danach nicht mehr viel bremsen musste“, fügte sie an. In ihre Karten spielte Krahl der Kurs, der in den letzten 24 Stunden viele verschiedene Gesichter gezeigt hatte. “Ich fand es so, wie es jetzt war, eigentlich am besten. Als ich gestern auf der Strecke war, dachte ich mir noch ‘Ojemine‘. Da musste man 70 Prozent laufen. Heute früh war Glatteis. Da ist es auch immer schwierig, richtig zu fahren und nicht zu viel Angst zu haben. Jetzt war der Kurs schön aufgeweicht und es hat Spaß gemacht, hier zu fahren.“
Das Meistertrikot wird sie in den nächsten Monate nicht im Rennbetrieb zeigen können. “Meine Crosssaison ist zu Ende“, erklärte sie. “Ich habe Prüfungen an der Uni und werde deswegen keine weiteren Rennen und die WM fahren. Hoffentlich stehe ich im Herbst dann im Meistertrikot am Start“, meinte sie weiter.
Krahl ging als Zweite der nur zehn Starterinnen ins Gelände, übernahm aber schnell die Führung und löste sich nach zwei Minuten langsam von ihrer letzten Kontrahentin, van Thiel. Im zweiten Umlauf kam Schwenk überraschend auf. Sie schob sich an die zweite Position und hängte van Thiel gleich ab. In der dritten von sechs Runden hatte Krahl einen Schreckmoment, als sie Materialprobleme hatte und mit gebremsten Schaum zum noch weit entfernten Materialposten fahren und laufen musste.
Nach dem folgenden Radwechsel war ihre Führung aber weiterhin nicht in Gefahr. Mit noch zwei zu fahrenden Runden betrug ihr Vorsprung noch mehr als eine Minute. Der Kampf um Platz zwei blieb spannend, den die zwischenzeitlich weiter zurückgefallene van Thiel machte wieder Boden auf Schwenk gut. Eingangs der letzten beiden Umläufe trennten beide nur noch vier Sekunden.
Wenig später überholte van Thiel ihre Widersacherin. Die blieb aber dran, was kurz danach dazu führte, dass die beiden kollidierten und stürzten. Sie konnten das Rennen zusammen fortsetzen und erst als eine überrundete Fahrerin an einem Hügel im Weg stand, konnte sich van Thiel absetzen. Schwenk schlug aber zurück und fuhr ihren Rückstand wieder zu. Der ging wegen der mäßigen Balkentechnik von Schenk danach aber wieder auf. Als die Glocke geläutet wurde lag Krahl 1:30 Minuten vor van Thiel, die ihrerseits fünf Sekunden Vorsprung auf Schwenk hatte. Jetzt war der Widerstand der Dritten gebrochen.
Jule Märkl (Canyon – SRAM – zondacrypto Generation) startete wie die anderen U23-Fahrerinnen zwei Minuten nach der Elite. Die 20-Jährige setzte sich an die Spitze ihres Feldes und sammelte die vor ihr gestarteten Frauen auf. Diese Aufholjagd führte sie an der vierten der Elite, Lisa Heckmann, vorbei.
Märkl holte sich nach 2019 bei den Juniorinnen ihren zweiten Deutschen Meistertitel. Silber ging an Kaija Budde (Pure Energy – Haro Bikes). Die gerade 19-Jährige brauchte 1:27 Minuten länger als die Siegerin. Sie war 23 Sekunden schneller als die vor zwei Tagen 20 Jahre alt gewordene Tomke Windelband, die sich Bronze sicherte.
Jule Märkl (Canyon – SRAM – zondacrypto Generation) gewann Gold bei der U23. | Foto: Felix Mattis/RSN
Niclas Look (Syntace – Felt) hat am Sonntagmorgen bei der Cross-DM auf gefrorenem Untergrund den Titel bei den Junioren gewonnen. Der 18-Jährige, der letztes Jahr als Vierter knapp eine Medaille verpasste, war sechs Sekunden schneller als Alwin Beyer (RSV Venusberg). Bronze ging an Luan Elsäßer (Stevens), der 15 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel kam. Vierter wurde Oscar Beyer (RSV Venusberg), der Zwillingsbruder des Zweiten.
Josh Tietjen (Stevens) wurde als Siebter bester Fahrer des jüngeren Jahrgangs. Er erzielte zuletzt internationale die etwas besseren Ergebnisse als seine Landsmänner und wurde deswegen als Favorit auf den Titel gehandelt. Er erreichte das Ziel mit 2:20 Minuten Rückstand.
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