Wechselgerüchte um Evenepoel

Foré: “Nicht der Zeitpunkt, um über Verträge zu reden“

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Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) | Foto: Cor Vos

22.05.2025  |  (rsn) – Auch wenn er bei Soudal – Quick-Step noch bis Ende 2026 unter Vertrag steht, sieht man den Namen Remco Evenepoel immer wieder im Zentrum von Gerüchten über einen vorzeitigen Wechsel. Im vergangenen Jahr wurde der Name Red – Bull – Bora – hansgrohe genannt, mittlerweile sind es die Ineos Grenadiers, die mit dem Belgier in Verbindung gebracht werden. Hintergrund ist der kolportierte Sponsorenwechsel von TotalEnergies zum britischen Rennstall, der diesem deutlich bessere finanzielle Möglichkeiten verleihen würde.

Jurgen Foré zeigte sich von den jüngsten Meldungen allerdings nicht sonderlich beunruhigt. “Es gibt Gerüchte, aber es gibt auch Verträge und das ist, was zählt“, sagte der Soudal-Quick-Step-Geschäftsführer im Interview mit dem Portal Wielerflits. “Diese Gerüchte gab es schon immer, schon bevor ich zum Team kam. Aber das Einzige, was auf dem Tisch liegt, ist ein Vertrag mit einem Enddatum im Dezember 2026. Das ist derzeit die vertragliche Realität“, so der Belgier, der einen weiteren Faktor nannte, der für sein Team spreche: “Außerdem haben wir ihn (Evenepoel) fünf Monate lang unterstützt, als er verletzt war, und viel Arbeit in seine Genesung gesteckt.“

Nach seinem schweren Trainingsunfall im Dezember startete der 25-jährige Evenepoel erst Mitte April in seine Saison – das aber mit einem Paukenschlag. Der Doppel-Olympiasieger von Paris 2024 gewann den Pfeil von Brabant, und auch, wenn es bei den danach folgenden drei Ardennenklassikern nicht zu einem Sieg reichte, zeigte Evenepoel, dass er auf gutem Weg ist, rechtzeitig zur Tour de France seine Topform zu erreichen. “Wir müssen über Rennen reden, ich glaube nicht, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist, über Verträge zu sprechen“, betonte Foré.

Soudal – Quick-Step hat für die kommende Saison neben dem Topstar 13 weitere Fahrer unter Vertrag, darunter die Kletterspezialisten Mikel Landa und Valentin Paret-Peintre, Allrounder Max Schachmann sowie Sprinter Tim Merlier und das große Talent Paul Magnier. Darüber hinaus sieht Foré durchaus noch Möglichkeiten, das Team weiter zu verstärken und hat dabei vor allem vielseitig einsetzbare Fahrer im Visier.

“Ich denke an starke Allrounder: Fahrer, die bei den Frühjahrsklassikern Leistung bringen und Etappen bei der Tour gewinnen können, die aber auch unsere Gesamtwertungsfahrer beschützen können. Wir legen Wert auf diese Mischung. Es gibt nicht wirklich eine Priorität in der Transferpolitik, aber es ist wichtig, uns in allen Bereichen zu verstärken“, fügte er an.

Namen wollte Foré noch nicht nennen, aber gerüchteweise sollen die Routiniers Jasper Stuyven (Lidl – Trek) und Dylan van Baarle (Visma – Lease a Bike) im kommenden Jahr die Soudal – Klassikerfraktion verstärken.

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