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23.04.2025 | (rsn) – Nach einem Soloritt über gut 70 Kilometer hat sich Marco Frigo (Israel – Premier Tech) den bisher größten Erfolg seiner Karriere gesichert. Der 25-jährige Italiener gewann die 3. Etappe der Tour of the Alps (2.Pro) über 145,5 Kilometer von Sterzing nach Innichen mit 19 Sekunden Vorsprung auf den Australier Jay Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe, der sich Platz zwei und sechs Bonussekunden vor Frigos kanadischem Teamkollegen Derek Gee sicherte.
Der Australier Michael Storer (Tudor) kam sicher in der Favoritengruppe ins Ziel und verteidigte souverän sein Grünes Trikot, das er sich mit seinem gestrigen Etappensieg geholt hatte.
“Das war ein großartiger Tag. Wir wussten, dass es heute eine Angelegenheit für eine Fluchtgruppe werden könnte und mussten uns darauf einstellen. Es war anfangs eine große Gruppe und das bedeutet immer Chaos und Anarchie. Ich dachte mir, dass es eine gute Idee sein könnte, schon weit vor dem Ziel zu attackieren und so eine Selektion herbeizuführen“, sagte Frigo, der schon vor dem Fuß des Furkelpasses, dem größten Hindernis des Tages, aus der gro0en gruppe heraus davonzog und nicht mehr gestellt wurde. “Für mich ist das auch ein guter Test vor dem Giro und zunächst habe ich nicht geglaubt, dass es funktionieren würde. Aber dann ging die Lücke auf und es hat geklappt“, fügte er lächelnd an.
Auf den ersten Positionen der Gesamtwertung gab es einige Veränderungen. Storer hat unverändert 41 Sekunden Vorsprung, neuer Zweiter ist jetzt aber Auftaktgewinner Giulio Ciccone (Lidl – Trek) der mit dem zeitgleichen Paul Seixas (Decathlon – AG2R La Mondiale) die Positionen tauschte. Hindley (+0:45) rückte auf Rang vier vor und verdrängte den zeitgleichen Österreicher Felix Gall Paul Seixas (Decathlon – AG2 R La Mondiale) auf den fünften Platz. Bester deutscher Profi bleibt Storers Edelhelfer Florian Stork, der allerdings auf den 16. Platz (+2:25) zurückfiel.
Ciccone bleibt an der Spitze der Punktewertung, Seixas verteidigte das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Finlay Pickering (Bahrain Victorious) behauptete die Führung in der Bergwertung.
Am dritten Tag der Giro-Generalprobe ging es vom Start weg turbulent zu. Zunächst waren Lennart Jasch (Red Bull – Bora – hansgrohe) und der österreichische Nationalfahrer David Paumann mit von der Partie, als sich eine erste Ausreißergruppe formierte. Die wuchs in der Folge auf nicht weniger als 20 Fahrer an, zu denen auch Jaschs Teamkollege Ben Zwiehoff, Stork und Lennard Kämna (Lidl – Trek) sowie Bergkönig Pickering gehörten. Das Feld blieb mit rund 1:30 Minuten Rückstand aber in Schlagdistanz.
Noch vor dem Anstieg zum Furkelpass löste sich Frigo aus der schließlich zerfallenden Spitzengruppe und holte sich am Bergpreis der 1. Kategorie zehn Punkte. Dahinter teilte sich die Verfolgergruppe, ehe sich Pickering am rund 1.700 Meter hohen Gipfel noch acht Punkte holte und so seine Führung in der Bergwertung ausbaute.
In der langen Abfahrt löste sich der junge Brite gemeinsam mit Frederik Wandahl (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Andrew August (Ineos Grenadiers) von den Konkurrenten, während das Feld nach und nach alle anderen Ausreißer einsammelte.
Das Streckenprofil der 3. Etappe der Tour of the Alps. | Foto: Veranstalter
Auf dem Weg durch das Pustertal setzte zwischenzeitlich leichter Regen ein, ehe sich die Bedingungen wieder verbesserten. Bis zur ersten Zieldurchfahrt, von der aus es über eine 21,5 Kilometer lange Schleife ging, hatte Frigo seinen Vorsprung gegenüber den drei Verfolgern bis auf fast zwei Minuten ausgebaut. Das Feld lag sogar rund vier Minuten zurück.
Erst im letzten Anstieg des Tages, dem sechs Kilometer langen und sieben Prozent steilen Vierschachberg (2. Kat.) wurden im Feld die Zügel angezogen, ehe sich kurz darauf Frigos Teamkollege Matthew Riccitello absetzte und schnell zum Trio vor ihm aufschloss. Zugleich schraubte Decathlon im deutlich geschrumpften Feld das Tempo hoch. Noch vor dem Gipfel schüttelte der US-Amerikaner seine Begleiter ab und überquerte rund eine Minute hinter dem Führenden die Bergwertung. In der Abfahrt gingen Storer und Seixas in die Offensive, um den Gesamtzwölften Riccitello wieder einzufangen – was ihnen fünf Kilometer vor dem Ziel auch gelang.
Frigo behauptete auf den letzten Kilometern seine Führung, die im Ziel allerdings nur noch 19 Sekunden betrug, und feierte seinen ersten Sieg bei den Profis. Im Sprint der noch rund 20-köpfigen Favoritengruppe holte sich Hindley Platz zwei und damit wertvolle Bonussekunden vor Frigos Teamkollegen Gee.
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