RSNplusVon drei Karten konnte keine gespielt werden

Picnic - PostNL kamen in De Panne die Sprinter abhanden

Von Peter Maurer aus De Panne

Foto zu dem Text "Picnic - PostNL kamen in De Panne die Sprinter abhanden"
Niklas Märkl (Picnic - PostNL) | Foto: Cor Vos

26.03.2025  |  (rsn) - Gut zwei Kilometer vor dem Ziel der Classic Brügge-De Panne lag das Team Picnic - PostNL noch mit einem Duo an der Spitze des Feldes. Doch die beiden Helfer drehten sich um und suchten offensichtlich nach ihren Sprintern, die sie nicht mehr erblickten. Dabei war das niederländische Team mit gleich drei guten Karten für den Sprint gestartet, am Ende konnte in De Panne keine einzige gespielt werden.

Fabio Jakobsen stieg schon zu Beginn der Zielrunden um das belgische Strandbad De Panne vom Rad. “Er hat sich am Vormittag nicht gut gefühlt und als wir auf die Runde gekommen sind, meinte er, dass es keinen Sinn mehr macht“, erklärte sein Teamkollege Niklas Märkl gegenüber radsport-news.com. ___STEADY_PAYWALL___

So musste Picnic – PostNL relativ früh umstellen. “Wir sind mit drei endschnellen Fahrern ins Rennen gegangen“, erzählte der Deutsche weiter und meinte damit neben Jakobsen auch dessen Landsmann Casper van Uden und den Dänen Tobias Lund Andresen. Letzterer übernahm dann auch die Position des Sprintkapitäns in dem 195,6 Kilometer langen Frühlingsklassikers.

Märkl beim Einschreiben bei Tirreno-Adriatico | Foto: Cor Vos

“Wir haben dann auf ihn umgestellt“, erläuterte Märkl, dass die ursprünglichen Pläne vom Meeting im Teambus etwas über den Haufen geworfen werden mussten. “Vielleicht kommt das uns als junger Truppe sogar zugute, weil wir da schnell umschalten können. Außerdem haben wir über dieses Szenario auch davor gesprochen“, fügte er an.

Über den Teamfunk kam dann die entsprechende Ansage. “Das wurde kurz durchgesagt und da wird dann auch nicht viel drum rum gemacht“, sagte Märkl trocken. Im Rennplan berücksichtigt war zwar die Hektik im Finale, dass aber gleich vier Stürze auf den letzten fünf Kilometern das Feld völlig auseinandersprengten, wohl eher nicht.

“Auf dem letzten Kilometer hat es groß geknallt“

“De Panne ist immer hektisch und es gibt immer viele Stürze. Heute war aber nicht so viel Wind drauf und daher war das Feld noch sehr kompakt“, berichtete der Deutsche, dessen Teamkollegen dann auch in das Schlussdrama voll involviert waren. “Auf dem letzten Kilometer hat es dann groß geknallt und da haben wir unsere Sprinter verloren, was schade ist, denn wir hatten ein ganz gutes Leadout bis dorthin“, blickte Märkl zurück.

Bei der E3 Saxo Classic am Freitag will Märkl es wieder in die Gruppe des Tages schaffen. | Foto: Cor Vos

Am Ende gab es dann Rang 21 für Andresen, der aber nicht mehr in der kleinen Sprintergruppe zu finden war, die in De Panne um den Sieg kämpfte. Zumindest etwas Positives konnte Märkl aus seiner eigenen Leistung ziehen: “Die Beine haben ganz gut gedreht und dementsprechend freue ich mich schon auf den Freitag.“

Dann wartet die “kleine Flandern-Rundfahrt“, gespickt mit zahlreichen Hellingen, den giftigen, über Kopfsteinpflaster führenden Anstiegen. Und die E3 Classic hat der Märkl aus dem letzten Jahr noch in guter Erinnerung, schließlich fuhr er dort lange an der Spitze wieder: Es waren genau 134 Kilometer, ehe der spätere Sieger Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) an den Ausreißern vorbeizog. “Ich könnte es mir schon vorstellen, so einen Move wieder zu probieren“, fügte Märkl grinsend an.

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