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18.03.2025 | (rsn) – Aufgrund der Geburt seines zweiten Kindes verließ Biniam Girmay im Februar nach der 4. Etappe die Algarve-Rundfahrt. Seitdem befand sich der Eritreer im “Vaterschaftsurlaub“, aus dem er zu Mailand-Sanremo (22. März) zurückkehrt.
Im März standen ursprünglich Omloop Nieuwsblad, Kuurne-Brüssel-Kuurne und Tirreno-Adriatico in Girmays Rennkalender. In Absprache mit seinem Team Intermarché – Wanty beschloss er jedoch, diese Rennen auszulassen, um in Eritrea zu sein, wo seine Frau Selam Hizkel Ende Februar ihre zweite Tochter zur Welt gebracht hatte.
Obwohl Girmay also seit ziemlich genau einem Monat kein Rennen mehr bestritten hat, zeigte sich Intermarché zuversichtlich, dass sein Kapitän beim ersten Monument des Jahres eine gute Rolle wird spielen können. “In seiner Abwesenheit konnte er zu Hause sein Ding durchziehen. Man kann es als zusätzliches Höhentrainingslager betrachten“, erklärte Maxime Segers, COO (Chief Operating Officer) von Intermarché-Wanty, in einem Interview mit Het Nieuwsblad.
Dabei bezog er sich auf die Tatsache, dass Girmays Heimatstadt Asmara rund 2.300 Metern über dem Meer liegt. “Er hat gut trainiert, alles gemacht, was die Trainer verlangt haben und auch seine Werte sind in Ordnung.“ Girmay sei am Montag nach Europa zurückgekehrt und direkt nach Mailand geflogen. “So kann er in den nächsten Tagen noch ein wenig die Strecke erkunden“, sagte Segers.
Obwohl die Konkurrenz bei der diesjährigen Ausgabe übermächtig scheint – am Start stehen unter anderem Titelverteidiger Jasper Philipsen, Mathieu van der Poel (beide Alpecin – Deceuninck), Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG), Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) und Mads Pedersen (Lidl – Trek) –, hat Intermarché-Wanty volles Vertrauen in den 24-jährigen Girmay. “Bini ist zwar kein Pogacar, hat aber zu Beginn dieser Saison bereits einige schöne Ergebnisse eingefahren und mehrfach gezeigt, dass er nach einer Trainingsphase in seinem Heimatland sofort gute Leistungen bringen kann“, betonte Segers.
Ob das allerdings reicht, um diesmal im Poggio bei den Besten mitzuhalten, muss sich erst zeigen. Bei seinen bisher drei Primavera-Starts gelang das Girmay noch nicht, als bestes Ergebnis steht ein zwölfter Platz beim Debüt 2022 zu Buche. “Wir hoffen, dass er diesmal ganz vorne mitfahren kann“, sagte Segers. An Girmays Motivation für Mailand-Sanremo bestünden jedenfalls keinerlei Zweifel, wie er anmerkte: “Es ist zweifellos das Monument, von dem er dieses Jahr am meisten träumt.“
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