GC-Favoriten im Hauptfeld

Verfolger verzocken sich: Uriarte feiert in Andalusien ersten Profisieg

Von Sebastian Lindner

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Diego Uriarte kann sein Glück kaum fassen. Seine Attacke zwei Kilometer vor dem Ziel saß. | Foto: Cor Vos

22.02.2025  |  (rsn) – Viel Unlust und wenig Ordnung sorgten auf der 4. Etappe der Andalusien-Rundfahrt (2.Pro) für einen Ausreißersieg. Diego Uriarte (Kern – Pharma) war der große Profiteur. Der 23-Jährige feierte nach 194 Kilometern zwischen Cordoba und Alhaurin de la Torre seinen ersten Sieg als Profi. Uriarte war der einzige Spanier unter den verbliebenen sechs Ausreißern, die um den Tagessieg kämpfen.

Der Mann aus dem Norden des Landes hatte zwei Kilometer vor dem Ende attackiert, seine Verfolger waren sich uneins und fuhren das Loch nicht mehr zu. Alan Jousseaume (TotalEnergies) gewann hinter ihm den Sprint auf der ansteigenden Zielgeraden vor Connor Swift (Ineos Grenadiers) und Callum Scotson (Decathlon – AG2r). Das Sextett hatte zusammen mit acht weiteren Fahrern erst gegen Mitte der Etappe das Heil in der Flucht gesucht. Da aber im Hauptfeld kein Team wirklich die Nachführarbeit übernehmen wollte, reichten die zwei Minuten, die die Gruppe mit auf die letzten 60 überwiegend abschüssigen Kilometer nahm.

In der Gesamtwertung änderte sich nichts, nachdem das Hauptfeld mit über vier Minuten und allen GC-Aspiranten ins Ziel kam. Pavel Sivakov (UAE – Emirates – XRG) ist weiterhin im Gelben Trikot unterwegs. "Wir haben heute schnell erkannt, dass es unmöglich ist, eine so große Gruppe wieder zurückzuholen", sagte der Mann in Gelb, der auch sein Team nur sporadisch arbeiten ließ. "Aber es lief ja gut für uns, ich bin zufrieden. Morgen wird es nochmal ein harter Beginn, da müssen wir auf jeden Fall gut vorbereitet reingehen."

Maxim Van Gils (Red Bull – Bora – hansgrohe) ist nach wie vor Vierter und im Besitz des Grünen Trikots.

So lief die 4. Etappe der Andalusien-Rundfahrt:

Es dauerte lange, bis sich das Rennen entfaltete. Erst nach dem ersten Zwischensprint nach 45 Kilometern traute sich Pierre Latour (TotalEnergies) in die Offensive. Nachdem sein Vorsprung aber übersichtlich blieb, ließ er sich zurückfallen, was dann eine größere Gruppe animierte, anzugreifen. Bis auf UAE – Emirates – XRG und Red Bull – Bora – hansgrohe hatte alle großen Teams einen Fahrer abgestellt, der sich am Ausreißversuch beteiligte.

Gut zwei Minuten fuhren sich die maximal 14 Profis bis zum höchsten Punkt des Tages kurz nach dem Golden Kilometer gut 60 Kilometer vor dem Ende heraus. In der Folge war das Terrain überwiegend abschüssig. Und als 20 Kilometer vor dem Ende immer noch zwei Minuten auf der Uhr standen, nahm das Hauptfeld raus.

Dabei hatten die Ausreißer nicht mal besonders harmonisch gezeigt. Und spätestens, nachdem absehbar, dass der Sieger aus der Gruppe kommen würde, fiel alles auseinander. Auf die letzten zehn Kilometer ging ein Sextett, dass zumindest bis auf die letzten 2000 Meter nicht gegeneinander arbeitete. Dann griff Uriarte an. Nachdem er sich ein kleines Loch erarbeitet hatte, sorgten Swift und Scotson dafür, dass die Lücke wieder schrumpfte.

Doch als vielleicht noch 20 Meter übrig waren, stellten die beiden die Arbeit ein. Auch ansonsten fand sich keiner, der den Job übernehmen wollte. Uriarte hingegen fuhr einfach weiter. Und als er sich 500 Meter vor der Linie umdrehte, sah er ein Riesenloch, dass nicht mehr zu schließen war.

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