Drei Fahrer schwer verletzt

Lieferwagen an Ampel mit 100 km/h auf Felbermayr-Auto gerast

Von Christoph Adamietz

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Daniel Federspiel nach seinem schweren Sturz im Cross im Krankenhaus | Foto: Team Felbermayr

03.12.2023  |  (rsn) - Keine guten Zeiten für das Team Felbermayr und dessen Fahrer. Erst stürzte vor vier Tagen Daniel Federspiel bei einem Crossrennen schwer und muss nun ein halbes Jahr pausieren. Am Samstag nun waren schließlich drei Fahrer der österreichischen Equipe auf dem Weg ins Teamtrainingslager in Kroatien in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt.

Sechs Kilometer vor Zadar, dem Ort des zehntägigen Trainingslagers, hielt das Auto des Welser Teams an einer roten Ampel, wo sie kurz darauf von einem herankommenden, schwer alkoholisierten LKW-Fahrer mit voller Wucht getroffen wurden. Laut Augenzeugenberichten soll der Lieferwagen beim Aufprall noch eine Geschwindigkeit von rund 100 Stundenkilometern gehabt haben.

Die drei Fahrer wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Lieferwagens, bei dem laut Pressemitteilung des Teams "weit über zwei Promille Alkohol festgestellt" worden seien, wurde verhaftet.

Am Sonntagmittag konnte der Sportliche Leiter Rupert Hödlmoser zumindest leichte Entwarnung geben. Keiner seiner Fahrer schwebe in Lebensgefahr. "So brutal wie der Unfall war, sind die Jungs fast noch glimpflich davon gekommen. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Es werden noch letzte Checks durchgeführt, um einfach alles auszuschließen, in den nächsten Stunden werden wir Informationen bezüglich der Transportfähigkeit bekommen", so Hödlmoser zu radsport-news.com.

Dass die Bergung am Unfallort, der Transport ins Krankenhaus und die Behandlungen dort so reibungslos liefen, waren laut Hödlmoser wichtige Aspekte, die zum noch relativ glimpflichen Ausgang beitrugen. "Großes Lob an die Rettungskette", meinte der Österreicher. So habe etwa ein Anwohner, der den Unfall mitbekommen hatte, die drei Fahrer mit einer Flex aus dem Auto befreit. "Und auch die weitere Versorgung hat perfekt funktioniert", so Hödlmoser, der aber auch alle wichtigen Infos wie Blutgruppen oder Allergien der betroffenen Fahrer bereithielt.

Wie das Team nannte auch Hödlmoser keine Namen der betroffenen Fahrer. Gesichert ist aber, dass nur noch einer des Trios auf der Intensivstation liegt.

Der Rest des Teams wird die Arbeit im Trainingslager trotz allem aufnehmen. Die übrigen Fahrer wurden am Sonntagmorgen über den Zustand ihrer verletzten Kollegen informiert und werden wie geplant ihren Plan abspulen. Im Januar stehen bereits die ersten Wettkämpfe auf dem Programm.

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