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17.05.2023 | (rsn) – Die Pause nach Paris-Roubaix (1.UWT), das er auf Rang acht beendete, hat Max Walscheid (Cofidis) kaum etwas an Form gekostet. Bei seinem Comeback drei Wochen später am 1. Mai bei Eschborn-Frankfurt (1.UWT) sicherte sich der Heidelberger mit seinen knapp 90 Kilogramm als wohl schwerster Fahrer der Geschichte die Bergwertung des Rennens.
Weitere zwei Wochen danach bei den Vier Tagen von Dünkirchen (2.Pro) glänzte Walscheid am Dienstag wieder in seiner Paradedisziplin, dem Sprint. Zum Auftakt der sechstägigen Rundfahrt musste er sich nur knapp dem Niederländer Olav Kooij (Jumbo – Visma) geschlagen geben.
___STEADY_PAYWALL___“Der Wiederaufbau ging tatsächlich richtig schnell. Nach Roubaix habe ich eine Woche mehr oder weniger komplett Pause gemacht und war überrascht, dass es danach direkt ziemlich gut weiterging“, so Walscheid gegenüber radsport-news.com. Für die gute Form hat er auch eine Erklärung parat. “Es liegt wohl auch daran, dass es bei den Klassikern schon von Woche zu Woche besser lief und der Höhepunkt das allerletzte Rennen mit Roubaix war. Insofern bin ich mit einem hohen Level in die Pause gegangen und habe gar nicht so viel verloren, wie gedacht.“
Max Walscheid (Cofidis) auf dem Weg zum Sieg bei der Bergwertung von Eschborn-Frankfurt (1.UWT) | Foto: Cor Vos
Das bewies der Cofidis-Profi beim 196 Kilometer langen ersten Teilstück der "Vier Tage" mit Ziel in Abbeville. Dort brachte sich der Deutsche im von vielen Stürzen geprägten Finale “mit relativ viel Kraftaufwand vor der letzten Kurve“ in eine gute Ausgangsposition und sprintete vom Hinterrad des Briten Daniel McLay (Arkéa – Samsic) los. Zunächst hatte Walscheid im Sprint die Führung übernommen. Er hielt sich bis kurz vor dem Zielstrich auch an der ersten Position, ehe er noch von Olav Kooij (Jumbo - Visma) überholt wurde.
Dass Walscheid seinen ersten Saisonsieg verpasste, lag letztlich an zwei Dingen beziehungsweise der Kombination beider. “Ich habe beim ersten Umdrehen schon gesehen, dass es noch ziemlich weit bis zur Ziellinie ist, dazu kam der Gegenwind. Diese Kombination war zu viel des Guten. Wäre ich ein bisschen später angetreten oder wäre kein Gegenwind gewesen, hätte ich auch gewinnen können“, so Walscheid, der anerkannte, dass sein Rivale Kooij seinen Sprint “extrem clever“ fuhr. “Er hat genau den richtigen Moment gewählt und sich dann noch vorbeigeschoben“, meinte der Deutsche weiter. Trotzdem war er mit seiner Leistung zufrieden: “Ich denke, es war schon ein sehr, sehr guter Sprint.“
Walscheid am Mammolshainer Berg | Foto: Cor Vos
Die Gesamtwertung peilt der Allrounder bei der auf Klassikerfahrer zugeschnittenen Rundfahrt trotz seiner guten Form aktuell nicht an. Vielmehr will er sich weiter auf Tagessiege konzentrieren. “Die 2. Etappe mit dem Bergauffinale wird ziemlich schwer“, erklärte Walscheid, der sich vor allem für das Einzelzeitfahren auf dem dritten Teilstück ein gutes Ergebnis vorgenommen hat. Der Kampf gegen die Uhr ist der Hauptgrund, weshalb der 29-Jährge erstmals in seiner Karriere die Vier Tage von Dünkirchen bestreitet. Denn in dieser Saison startete er noch bei keinem Einzelzeitfahren unter Wettkampfbedingungen.
“Letztes Jahr war es in Bezug auf Zeitfahren ja sehr mager bei mir. Ich möchte auf jeden Fall an die guten Jahre 2020 und 2021 anknüpfen“, so die Zielsetzung des Cofidis-Profis, der den 16 Kilometer langen Wettbewerb auch als Training für die Deutschen Zeitfahr-Meisterschaften sieht. Denn mit guten Leistungen im Kampf gegen die Uhr will sich Walscheid wieder für einen Platz im BDR-Team für die WM in Schottland Anfang August empfehlen. "Und dafür muss ich erst mal schnell fahren“, schloss Walscheid.
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