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18.10.2022 | (rsn) – Iván Sosa hat bei der Tour de Langkawi (2.Pro) eine persönlich enttäuschende und für sein Team über weite Strecken desaströse Saison zu einem versöhnlichen Abschluss gebracht. Der 24-Jährige Kolumbianer verteidigte auf der abschließenden 8. Etappe im teilweise strömenden Regen sein Gelbes Trikot, das er mit seinem Sieg an der Bergankunft in den Genting Highlands erobert hatte, letztlich souverän und sicherte sich das Gesamtklassement mit 23 Sekunden Vorsprung auf den Briten Hugh Carthy (EF Education – EasyPost).
___STEADY_PAYWALL___“Das waren schwierige Tage, in denen es das Peloton uns nicht leicht gemacht hat. Aber wir haben es geschafft, das Jahr 2022 bestmöglich abzuschließen. Ich habe mein zweites Rennen des Jahres gewonnen (nach dem Gesamtsieg bei der Asturien-Rundfahrt im April, d. Red.) und das gibt mir Energie für das, was nach einer schwierigen Saison noch kommen wird“, sagte der 24-jährige Sosa, der nach seinem Wechsel von Ineos Grenadiers zu Movistar mit vielen Vorschusslorbeeren ausgestattet worden war und beim Giro d’Italia auf Gesamtwertung fahren sollte.
Das Podium der 26. Tour de Langkawi, v.l.: Hugh Carthy (EF Education – EasyPost), Ivan Rosa (Movistar), Torstein Træen (Movistar).| Foto: Cor Vos
Nach der vielversprechenden Generalprobe in Asturien lief bei der ersten Grand Tour des Jahres beim Kletterspezialisten aber nicht viel zusammen: Platz 19 am Ätna war Sosas bestes Tagesergebnis, im Gesamtklassement sprang nur Rang 49 heraus. Auch danach wurde es nicht viel besser, bei vier kleineren Rundfahrten war der neunte Platz bei der Deutschland Tour das höchste der Gefühle. Zudem musste sein Team lange um die WorldTour-Lizenz zittern, die letztlich erst Enric Mas mit seinem zweiten Rang bei der Vuelta a Espana sicherstellte.
Erst im Herbst lief es bei Sosa und seinem Team wieder besser
Wie beim gesamten Team lief es auch für Sosa erst im Herbst wieder besser - mit dem Auftritt in Malaysia, wenn auch nur gegen wenig Weltklasse-Konkurrenz, als Krönung. Neben dem Gesamtsieger wusste mit Max Kanter ein weiterer Movistar-Neuzugang zu überzeugen. Der gebürtige Cottbuser, der mittlerweile in Dresden lebt, entpuppte sich auch ohne Tagessieg als der beständigste Sprinter, landete auf sieben der acht Etappen in den Top Ten und belegte in der Sprintwertung nur vier Zähler hinter dem Norweger Erlend Blikra (Uno-X) den zweiten Platz.
Sosas Teamkollege Max Kanter (2. v.l.) trug einen Tag lang das Trikot des besten Sprinters, musste sich nach sieben Top-Ten-Ergebnissen in der Punktewertung allerdings mit Rang zwei begnügen.| Foto: Cor Vos
Dabei schien sogar Rang eins der Sprintwertung noch möglich. Auf der Schlussetappe kam der 24-Jährige dann allerdings nur auf Platz sechs ins Ziel, Blikstra dagegen konnte als Vierter seine Führung in der Punktewertung von zwei auf vier Zähler ausbauen und damit das Grüne Trikot mit nach Hause nehmen.
Für Movistar hatte allerdings das Gelbe Trikot Priorität, weswegen sich auch Kanter in Sosas Dienste stellen musste, wie er bereits nach der 5. Etappe gegenüber radsport-news.com erklärt hatte. Letztlich geriet der Sieg des Südamerikaners nicht mehr in Gefahr, zumal die für die 7. Etappe geplante zweite Bergankunft der Rundfahrt in Folge von Erdrutschen aus dem Programm genommen werden musste.
Auf den beiden letzten Etappen, die über identisches Terrain führten, hatte Movistar dann keine große Mühe mehr, das Geschehen zu kontrollieren, so dass sich Sosa nach Hernan Dario Muñoz (2002), Freddy Excelino González (2004), José Rodolfo Serpa (2009 und 2012) und Julián David Arredondo (2013) als fünfter kolumbianischer Gewinner der Tour de Langkawi feiern lassen konnte.
"Es ist großartig, die Tradition der kolumbianischen Gewinner hier in Asien fortführen zu können. Jetzt muss ich mich erholen, aber dank der Moral, die mir dieser Sieg verliehen hat, wird es einfacher", sagte Sosa nach seinem 78. und letzten Renntag dieses Jahres.
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