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07.03.2022 |
(rsn) - Das Auftaktzeitfahren von Tirreno-Adriatico wurde von Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) dominiert. Der Zeitfahrweltmeister holte elf Sekunden Vorsprung auf Remco Evenepoel (Quick – Step Alpha Vinyl) und 17 Sekunden auf Titelverteidiger Tadej Pogacar (UAE Emirates) heraus. Ganna übernimmt auch die Gesamtführung der Fernfahrt. Bester Deutscher war Jasha Sütterlin auf Rang 28.
Ganna wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann nach 2020 zum zweiten Mal ein Zeitfahren bei Tirreno-Adriatico. "Ich habe die Mannschaft überzeugt, mich hier starten zu lassen, da ich dieses Rennen liebe. Das ist ein wichtiges Ergebnis für mich und das ganze Team“, erklärte der Italiener seine Verbundenheit zur Fernfahrt.
Nachdem sich Ganna bei der UAE-Tour in seiner Spezialdisziplin noch Stefan Bissegger (EF Education – EasyPost) geschlagen geben musste, konnte er dieses Mal auf ähnlich flachem Terrain seine Watt auf die Straße bringen. "Am Anfang gab es starken Gegenwind, aber nach dem U-Turn war es besser, und ich konnte sogar auf 58 km/h beschleunigen“, beschrieb er sein Rennen.
Ganna schielt auf Mailand - Sanremo
Für die kommenden Tage hegt der Zeitfahrweltmeister keine eigenen Ambitionen. "Im Moment habe ich einen kleinen Vorsprung, aber morgen ist wieder ein anderer Tag. Für den Rest des Rennens werde ich Richard Carapaz und Richie Porte unterstützen. Ich muss schauen, wie die Beine sind“, beschreibt Ganna den Plan.
Dabei hat er nicht nur die kommenden Etappen im Hinterkopf, sondern mit Mailand – Sanremo auch das erste Monument des Jahres. "Aber ich muss auch ein wenig frisch bleiben, denn in weniger als zwei Wochen steht ein besonderes Rennen in Italien an“, meinte Ganna mit Blick darauf verschmitzt. Vielleicht könne er auf der Via Roma in die Fußstapfen von Fabian Cancellara treten.
Evenepoel konnte Ganna bis zur ersten Zwischenzeit Paroli bieten, hatte auf der zweiten Hälfte des Kurses aber nicht mehr genug Energie, um Ganna noch abzufangen. Dafür hat sich der Belgier eine hervorragende Position im Gesamtklassement verschafft. Ob er diese verteidigen kann, muss er im Laufe der Woche in den Bergen beweisen.
Pogacar verschafft sich gute Ausgangssituation im Gesamtklassement
Den besten Auftakt der Kletterer erwischte wenig überraschend Tadej Pogacar. Zwar konnte das Wunderkind nicht das Tempo von Ganna und Evenepoel mitgehen. Aber der Slowene distanzierte seine Konkurrenz im Gesamtklassement deutlich: Miguel Ángel Lopez (Astana Qazaqstan) verlor 24 Sekunden, Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) 29 Sekunden, Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) 35 Sekunden und Enric Mas (Movistar) sogar 57 Sekunden.
Auch Bora - hansgrohe erwischte einen mittelmäßigen Start in die Fernfahrt. Wilco Kelderman, Jai Hindley und Emanuel Buchmann verloren massiv Zeit auf Evenepoel und Pogacar. "Ich war mit dem Tag heute nicht richtig zufrieden. Die Beine liefen nicht richtig rund und ich konnte mich auch nicht voll ausbelasten. Jetzt müssen wir gucken, was die nächsten Tage bringen. Wir sind mit drei Kapitänen hier und es geht auch um die Feinabstimmung für den Giro“, kommentierte Buchmann das Zeitfahren.
So lief das Rennen:
Die Bestzeit wurde lange von Alex Dowsett (Israel – Premiertech) gehalten, welche erst spät im Rennen von Kasper Asgreen (Quick – Step Alpha Vinyl) um eine Sekunde unterboten wurde. Sie belegten im Endklassement Platz vier und Platz fünf. Ganna und Evenepoel starteten kurz nacheinander im letzten Fahrerblock. Ganna legte eine Bestzeit von 15:17 Minuten vor, die Evenepoel trotz guter Zwischenzeit nicht mehr unterbieten konnte. Als letzter Fahrer konnte sich Pogacar noch auf den dritten Rang schieben.
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