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25.06.2021 | (rsn) – Bis Mitte Juni war die Saison von Georg Zimmermann (Intermarché – Wanty Gobert) von Pleiten, Pech und Pannen geprägt. Im Frühjahr hätten Strade Bianche, Tirreno-Adriatico und Mailand-Sanremo auf dem Plan gestanden, doch eine Erkrankung warf ihn zurück, weshalb er dort nicht am Start stehen konnte.
Bei der Baskenland-Rundfahrt kam Zimmermann schließlich zu Fall, musste die Rundfahrt aufgeben, die Ardennen-Klassiker absagen und auch aus der Teilnahme am Giro d`Italia wurde wegen der damit verbundenen zehntägigen Trainingspause nichts. Bei der Tour de Suisse schließlich musste er die Rundfahrt wegen einer Corona-Infektion im Betreuerstab vorzeitig verlassen.
"Bis zur DM konnte ich mit meiner Saison nicht zufrieden sein, da ich nur wenige Akzente setzen konnte. Es ist viel schief gegangen", sagte Zimmermann nun gegenüber radsport-news.com.
Doch in Stuttgart fuhr der 23-Jährige bärenstark und belohnte sich am Ende mit dem dritten Platz. Einen Tag nach der ersten Podiumsplatzierung der Saison wurde schließlich auch verkündet, dass Zimmermann die Tour de France fahren wird.
Dies war allerdings keine spontane Entscheidung der Teamleitung. “Nach der Absage des Giros hat mir die Sportliche Leitung ein schönes Ziel vor Augen gesetzt, was mich sehr motiviert hat auf dem Weg zurück zur Form. Ich wurde auf die Longlist für die Tour de France gesetzt“, so Zimmermann, der nach guten Leistungen bei der Algarve-Rundfahrt und der Mallorca Challenge schließlich bereits intern die Startzusage bekam.
Mit Selbstvertrauens-Booster zum Tour-Debüt
Im Wissen des sicheren Tourtickets zeigte Zimmermann dann bei der DM in Stuttgart seine beste Saisonleistung, was ihn optimistisch mit Blick auf Frankreich stimmt. “Ich hoffe, dass bei der DM der Knoten geplatzt ist und ich bei der Tour so weiter machen kann. Klar, bei der Tour ist das Niveau noch mal 10 Level höher. Aber das DM-Ergebnis gibt mir mächtig Rückenwind und viel Selbstvertrauen“, sagte Zimmermann, der anfügte. “Aber das braucht man auch für seine erste Tour de France.“
Die Freude über das Tourticket sei bei ihm noch größer gewesen, als die im letzten Jahr, als er für die Vuelta a Espana, seine erste Grand Tour überhaupt, nominiert wurde. Konnte er im letzten Herbst in Spanien vor allem Erfahrungen sammeln und unbeschwert auf eigene Rechnung fahren, so wartet in Frankreich jede Menge Teamarbeit auf den bergfesten Allrounder.
“Ich werde bei der Tour mehrere Positionen einnehmen. Im Hochgebirge geht es darum, Louis Meintjes gut zu unterstützen, im Sprint soll ich van Poppel helfen. Bei Seitenwindpassagen werde ich auch ein Auge auf Louis haben, auf Überführungsetappen würde ich gerne selber schauen, ob ich da in Ausreißergruppen etwas ausrichten kann. Es wird also jeden Tag etwas zu tun sein“, ist sich Zimmermann bewusst.
Eigene Chancen auf den Überführungsetappen
Ob für ihn die ersten beiden hügeligen Tage in der Bretagne mit den bergaufführenden Finals schon etwas sein könnten, da für Klassementfahrer Meintjes zu leicht und für Sprinter Danny van Poppel wohl zu schwer? “Wir haben teamintern dazu noch keine Taktik ausgegeben“, wollte sich Zimmermann nicht festlegen.
Allerdings gab er zu Protokoll, dass er sich die 1. Etappe schon angeschaut habe und auch den Schlussanstieg zur Mur de Bretagne am zweiten Tag kenne. “Man muss schauen, wie das Rennen verläuft, die ersten Etappen sind ultrahektisch, auf diesen Uphill-Sprints mischt das ganze Peloton mit von Klassementfahrern, die keine Zeit verlieren wollen bis hin zu den Sprintern, die dann doch ihr Glück versuchen. Es werden zwei sehr intensive Tage, an denen man nichts geschenkt bekommt“, so Zimmermann, der dann einen Vorgeschmack auf die nächsten Wochen bekommen wird.
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