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23.06.2021 | (rsn) - Im vergangenen Jahr holte sich Tour-Sieger Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) neben dem Weißen Trikot quasi im Vorbeifahren auch das Bergtrikot. Der Slowene gilt auch bei der 108. Tour de France als erster Kandidat auf den Sieg in der Bergwertung, auch wenn sein großes Ziel Titelverteidigung lautet. Wir stellen Pogacars aussichtsreichsten Kontrahenten vor.
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates / Gewinner Bergtrikot 2020)
Primoz Roglic (Jumbo – Visma / Dritter Bergwertung 2020)
Die beiden Dominatoren der vergangenen Tour de France landeten damals auch im Kampf um das Bergtrikot auf Spitzenplätzen. Pogacar sicherte sich neben dem Gelben und dem Weißen auch noch das Trikot mit den roten Punkten, Roglic landete Roglic auf Platz drei. Keiner der beiden Slowenen hatte es auf das Bergtrikot abgesehen, doch durch ihre starken Leistungen in den Bergen landeten sie in quasi automatisch auch dieser Sonderwertung ganz vorne. Mit einem ähnlichen Szenario darf auch in diesem Jahr gerechnet werden.
Chancen: je 85 %
Richard Carapaz (Ineos Grenadiers / Zweiter Bergwertung 2020)
Erst nachdem Kapitän Egan Bernal im vergangenen Jahr wegen Rückenproblemen aussteigen musste, erhielt der Ecuadorianer freie Fahrt. Deshalb konzentrierte sich Carapaz in der letzten Woche auf die Bergwertungen. Tatsächlich holte sich der Kletterspezialist dabei auch das Bergtrikot, musste es im Bergzeitfahren der vorletzten Etappe noch an Pogacar abtreten. In dieser Saison peilt Carapaz von vornherein die Gesamtwertung an. Sollte der Ineos-Kapitän aber schon früh ins Hintertreffen geraten, so könnte er ersatzweise auch wieder das Bergtrikot ins Visier nehmen. Ansonsten gilt für den 28-Jährigen Ähnliches wie für Roglic und Pogacar: Mit Spitzenergebnissen auf den Bergetappen wird er automatisch auch in der Bergwertung weit nach vorne rücken
Chancen: 80 Prozent
Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe / Elfter Bergwertung 2019)
Nach seinem vorzeitigen Aus beim Giro d`Italia hat der Ravensburger kurzfristig die Frankreich-Rundfahrt in sein Programm aufgenommen. Klassementambitionen hat der Gesamtvierte von 2019 zwar nicht komplett ausgeschlossen, wahrscheinlicher dürfte aber sein, dass Buchmann in den Bergen auf Etappenjagd geht. Sollte er diese Mission erfüllen, werden dabei auch viele Bergpunkte herausspringen und das Weiße Trikot mit den roten Punkten könnte zum Ziel werden.
Chancen: 50%
Alexey Lutsenko (Astana – Premier Tech / Achter 2019)
Da Astana - Premier Tech in diesem Jahr nicht die Gesamtwertung, sondern Etappenjagden als Ziel ausgegeben hat, könnte auch die Bergwertung in den Fokus rücken. Frei von taktischen Zwängen und Helferdiensten könnte der offensivfreudige Lutsenko zu einem echten Kandidaten für das Bergtrikot werden. Der Kasache kann bergauf sehr gut sprinten und sich so im Duell Mann gegen Mann entscheidende Punkte sichern. Allerdings kommt er im Hochgebirge auch an seine Grenzen.
Chancen: 60 %
Alejandro Valverde (Movistar / Fünfter Bergwertung 2012)
Bei großen Landesrundfahrten fehlt dem 41-Jährigen noch der Gewinn der Bergwertung. Valverdes bisher bestes Ergebnis bei 28 Teilnahmen waren jeweils dritte Plätze bei der Vuelta 2006 und 2013. Bei seiner wohl letzten Frankreich-Rundfahrt könnte das Bergtrikot noch einmal ein erstrebenswertes Ziel werden. Denn mit Miguel Angel Lopez, Enric Mas und Marc Soler stehen drei weitere Kletterer am Start, die vornehmlich Ambitionen im Gesamtklassement haben. Valverde könnte so eine freie Rolle bekommen, die ihm die Möglichkeit zur Etappenjagd ermöglicht und vielleicht zum Punktesammeln für das Bergtrikot.
Chancen: 30 %
Pierre Rolland (B&B Hotels / Dritter Bergwertung 2013)
Der Franzose hat in der Vergangenheit schon häufig gezeigt, dass er ein aussichtsreicher Kandidat für das Bergtrikot ist. Bei neun großen Rundfahrten landete der Kletterer in den Top Ten der Bergwertung - ein Sieg ist ihm aber noch nicht gelungen. Bei B&B Hotels erhält Rolland freie Fahrt, für die Gesamtwertung wird er nicht nur wegen der beiden Zeitfahren keine ernsthaften Ambitionen hegen. Wenn der 34-Jährige taktisch clever fährt, könnte sich ihm eine einmalige Chance im Kampf um das Gepunktete Trikot bieten.
Chancen: 70 %
Warren Barguil (Arkéa Samsic / Zweiter Bergwertung 2018)
Vor drei Jahren war Landsmann Julian Alaphilippe als Bergkönig eine Nummer zu groß für Barguil, der sich damals mit Rang zwei begnügen musste. Diesmal nimmt der Franzose einen neuen Anlauf. Vieles wird aber auch davon abhängen, was sein Teamkollege Nairo Quintana in der Gesamtwertung abzuliefern in der Lage ist. Sollte sich der Kolumbianer stark präsentieren, so dürfte Barguil taktischen Zwängen unterworfen sein. Da Quintana in dieser Saison allerdings weit von seiner Bestform entfernet ist, könnte Barguil sauf den Bergetappen freie Fahrt erhalten.
Chancen: 75 %
Daniel Martin (Israel Start-Up Nation / Zehnter Bergwertung 2012)
Der Ire ist ein ausgewiesener Etappenjäger bei großen Landesrundfahrten. Bei zehn seiner 18 Grand-Tour-Starts konnte er entweder einen Sieg oder einen zweiten Platz herausfahren – und das zumeist im Hochgebirge. Da Martin diesmal bereits den Giro auf Gesamtwertung fuhr und sein Team mit Michael Woods ein heißes Klassementeisen im Feuer hat, könnte der 34-Jährige es in den Bergen auf eigene Rechnung probieren und aus Ausreißergruppen heraus Bergpunkte sammeln.
Chancen: 40%
Esteban Chaves (Bike Exchange /
- )
Da Simon Yates nach einer erfolgreichen Italien-Rundfahrt die Tour de France vor allem als Vorbereitung für die Olympischen Spiele nutzen will, könnten sich daraus Freiheiten für den Kolumbianer ergeben. Allerdings dürfte Chaves, der zuletzt seine gute Kletterform bei der Tour de Suisse unter Beweis stellte, aufgrund seiner Zeitfahrschwäche kein echter Kandidat für die Gesamtwertung sein. So werden sich ihm in den Bergen diverse Möglichkeiten bieten, bei der Jagd auf Etappensiege auch Bergpunkte zu holen. Allerdings ist der 31-Jährige noch nie in seiner Karriere bei einer Grand Tour auf das Bergtrikot gefahren. Ob sich das in diesem Jahr ändern wird?
Chancen: 55%
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