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23.03.2021 | (rsn) - In den Kampf ums Führungstrikot der Katalonien-Rundfahrt konnte Lennard Kämna im Zeitfahren über 18,5 Kilometer der 2. Etappe rund um Banyoles nicht eingreifen. Als Zweiundzwanzigster mit 1:05 Minuten Rückstand auf Tagessieger Rohan Dennis (Ineos Grenadiers) rutschte der Norddeutsche vom 4. auf den 10. Rang (+ 0:21) in der Gesamtwertung ab.
Kämna selbst wurde davon wohl nicht überrascht, hatte er im Vorfeld doch angekündigt, dass er in den letzten Jahren den Kampf gegen die Uhr etwas vernachlässigt habe.Â
"Es war ein hartes Zeitfahren. Ich bin mit meiner Leistung ganz zufrieden, optimal ist es aber sicher noch nicht gelaufen. Da liegt noch einiges an Arbeit auf dem Zeitfahrrad vor mir. Als Ausgangssituation vor den Bergen passt es aber in jedem Fall. Mal sehen, was die Beine morgen hergeben", sagte der Fischerhuder, der bei den beiden kommenden Bergankünften wohl eher das Terrain findet, dass ihm zu diesem Zeitpunkt der Saison und Karriere entgegenkommt.
In eine gute Position hat sich auch Kämnas Teamkollege Wilco Kelderman gebracht, der im Zeitfahren Zwölfter (+ 0:52) wurde und in der Gesamtwertung als Elfter (+ 0:24) einen Rang hinter dem Deutschen platziert ist.Â
"Ich glaube, das war eine gute Leistung heute", schätzte der Niederländer. "Es war mein erstes Zeitfahren für Bora – hansgrohe, also mit dem neuen Material. Mein Gefühl war gut und die Zeit ist ok. Mal sehen, wie es die nächsten Tage läuft", sagte Kelderman, der aber auch einschränkte: "Nach einer Verletzung ist es immer schwierig, auch wenn die Beine im Training gut waren. Aber wir haben ja auch noch Lennard hier."
Mit gemischten Gefühlen aber nicht unzufrieden betrachtete Boras Sportlicher Leiter Christian Pömer die Ergebnisse seiner Topfahrer. "Wir wollten mit unseren GC-Fahrern natürlich ein gutes Zeitfahren hinlegen, auch wenn wir schon ein Auge auf die anstehenden Bergetappen geworfen haben. Unter diesem Aspekt war die Leistung von Wilco wirklich gut, aber auch Lennard ist ein solides Zeitfahren gefahren, ohne zu überziehen. Wir können nun mit Selbstvertrauen in die morgige Etappe gehen und sind recht optimistisch."
Kämna und Kelderman sind beide jedenfalls in einer Position, in der sie sich ein wenig die Bälle zuspielen können. Allerdings ist die Konkurrenz namhaft und anscheinend auch schon in guter Form.
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