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11.03.2021 | (rsn) - Bis 35 Kilometer vor dem Ziel der 5. Etappe von Paris-Nizza lief für Primoz Roglic und Jumbo - Visma alles nach Plan. Dann allerdings lagen plötzlich zwei Fahrer des Teams in den gelb-schwarzen Trikots plötzlich auf dem Boden - und einer war der Träger des Gelben Trikots. Während Roglic sich schnell wieder auf sein Rad schwingen konnte und zeitgleich mit Tagessieger Sam Bennett (Deceunick - Quick-Step) das Ziel erreichte, war für seinen Helfer Tony Martin die Fernfahrt beendet.
Der viermalige Zeitfahrweltmeister blieb einige Sekunden auf dem Boden hocken, ehe er sich wieder auf sein Rad setzen wollte. Unter augenscheinlichen Schmerzen gab Martin seinen Versuch aber schnell auf und schüttelte resignierend den Kopf, als sein Sportdirektor Grischa Niermann auf ihn zueilte.
“Tony hatte große Schmerzen im Ellbogen. Er wurde deshalb zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht“, berichtete Niermann später, ohne genauere Angaben machen zu können. “Wir hoffen, dass alles in Ordnung ist und er bald wieder auf sein Fahrrad steigen kann. Dies ist natürlich ein großer Verlust für das Team. Wir müssen in den nächsten Tagen ohne ihn auskommen, was bedeutet, dass die verbleibenden sechs Fahrer mehr arbeiten müssen.“
Dagegen konnte der 31-jährige Roglic im Ziel Entwarnung geben. “Zum Glück geht es mir gut. Ich habe keine Probleme. Tony stürzte direkt vor mir und ich hatte nicht genug Zeit, um ihm auszuweichen, also fiel ich über ihn. Das ist halt auch Teil des Radsports. Wir müssen ohne ihn weiterfahren“, sagte der Slowene, der zwar souverän sein Gelbes Trikot verteidigte, aber vier Sekunden seines Vorsprungs auf Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) einbüßte.
Der Vorjahressieger holte sich an den beiden Zwischensprints Bonussekunden und verkürzte seinen Rückstand auf 31 Sekunden. Dennoch zeigte sich Niermann zuversichtlich: “Zum Glück sind alle fit, und ich hoffe, dass wir Gelb bis Nizza behaupten können“, fügte er an.
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