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24.04.2020 | (rsn) - Während mehrere WorldTour-Teams in der Corona-Krise um ihr Bestehen bangen müssen, scheint zumindest die unmittelbare Zukunft von Deceuninck - Quick-Step gesichert. Wie Francis Van Eeckhout, Vorstandsvorsitzender des Hauptsponsors Deceuninck, gegenüber der Zeitung Het Laatste Nieuws ankündigte, werde man den aktuellen Vertrag, der noch bis Ende 2021 Gültigkeit hat, plangemäß erfüllen. Das ist zumindest eine kleine gute Nachricht für Team-Manager Patrick Lefevere, der allerdings mit dem Schlimmsten rechnet, sollte es keine Frankreich-Rundfahrt in diesem Jahr geben.
"In der Hoffnung, dass 2021 kein anderes Virus die Welt platt machen wird, gehe ich davon aus, dass dann alle noch verrückter nach Alaphilippe und Evenepoel sein werden“, sagte Eeckhout, der sich im ersten Vertragsjahr mit Lefevers Rennstall über 66 Siege freuen durfte, denen das Team in den ersten gut zwei Monaten der wegen COVID-19 seit März unterbrochenen Saison schon 15 weitere folgen ließ.
Ob es dann jedoch über 2021 jedoch eine weitere Zusammenarbeit geben wird, hängt auch von der weiteren wirtschaftlichen Großwetterlage ab, so Eeckhout. “Dann müssen wir uns entscheiden: Sollen wir weitermachen oder nicht? Erbringt uns das einen ausreichenden Mehrwert? Die wirtschaftliche Realität erfordert Vorsicht. Natürlich wollen wir wieder reinholen, was wir für Sponsoring ausgeben. Die Frage ist, ob dies 2022 und darüber hinaus der Fall sein wird“, zeigte er sich vorsichtig.
In der skeptischen Beurteilung der Perspektiven für den Radsport dürfte er dabei auf einer Wellenlänge mit Team-Manager Lefevere liegen, der zwar auf das Prinzip Hoffnung setzt, aber große Gefahren auf die Teams zukommen sieht - vor allem dann, wenn es in diesem Jahr keine Tour de France geben sollte. “Ohne Tour haben es viele Teams schwer. Einige sagen auch nicht die volle Wahrheit über Löhne, Arbeitslosigkeit und Entlassungen. Ich versuche, alle an Bord zu halten. Aber ich habe keinen Überschuss. Wenn es im August keine Rennen gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr weiter“, sagte der Belgier und fügte an: “Lasst und die Hoffnung behalten….und beten.“
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