Die heimischen KT-Teams bei der Deutschland Tour

Bike Aid: Frisch im Kopf und heiß auf das Rennen

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Das Team Bike Aid im Training | Foto: Team Bike Aid

28.08.2019  |  (rsn) – Mit den Teams P&S Metalltechnik (Spitzenreiter der Rad-Bundesliga), Bike Aid (bestes Team der UCI-Weltrangliste), Lotto – Kern Haus und Dauner Akkon (beide per Wildcard) haben vier deutsche Kontinental-Teams eine Einladung für die am Donnerstag in Hannover startende Deutschland Tour erhalten. In einer Serie stellt radsport-news.com die vier Mannschaften und ihre Ambitionen kurz vor.

Teil 3: Bike Aid

Das Aufgebot: Die saarländische Equipe verfügt über den internationalsten und erfahrensten Kader der vier deutschen KT-Mannschaften. Angeführt wird die Mannschaft von Allrounder Niko Holler (28) und Sprinter Lucas Carstensen (25). Das deutsche Quartett komplettieren Team-Urgestein Daniel Bichlmann (31) und Zeitfahrer Justin Wolf (26). Hinzu kommen noch der Niederländer Adne van Engelen (26) und der Eritreer Mekseb Debesay (28), beides gute Allrounder. Schmerzlich vermisst wird der hügelfeste Sprinter Aaron Grosser, der sich nach seinem schweren Sturz bei der Route d`Occitanie noch im Aufbautraining befindet und sein Comeback voraussichtlich Anfang Oktober beim Münsterland Giro geben wird.

Die Vorbereitung: Im Gegensatz zu den anderen drei Kontinental-Teams legte Bike Aid nach den Deutschen Meisterschaften Anfang Juli keine Rennpause ein, sondern bestritt in China noch die zweiwöchige Tour of Qinghai Lake (2.HC), einer der Saisonhöhepunkte der Mannschaft. Erst danach ging es in die wohlverdiente Sommerpause, aus der Bike Aid nun zur Deutschland Tour zurückkehrt. “Wir haben uns bewusst für diese Pause im August entschieden, da wir zuvor ja einen dichten Rennkalender hatten. Das ist zwar mit Blick auf die Deutschland Tour auch ein gewisses Risiko, aber unsere Absicht ist einfach, dass die Fahrer frisch im Kopf und wirklich heiß auf das Rennen sind“, erklärte Teamkoordinator Matthias Schnapka, weshalb man im August “viele attraktive Einladungen“ ausgeschlagen habe.

Die Zielsetzung: Auch Bike Aid will sich mit einer offensiven Fahrweise in Szene setzen und auf der einen oder anderen Etappe ein gutes Ergebnis erzielen. Eine konkrete Benennung der Ziele fiel Schnapka aber schwer. “Wir wollen so gut es geht Rennen fahren. Was das in einem Feld von Weltklassesportlern bedeutet, kann man nicht wirklich planen. Es hängt auch davon ab, wie die großen Teams das Rennen gestalten“, erklärte der 39-Jährige. In den Sprintankünften setzte Bike Aid auf Carstensen. Bei den Klassikeretappen sollen es Holler und Debesay richten. Auch von Wolf, der derzeitig “hervorragend in Form“ sei, verspricht sich Schnapka einiges.

Aufgepasst auf: Niko Holler hat in der Vergangenheit mehrmals gezeigt, dass er bei hügeligen Rennen ein Anwärter auf Spitzenpositionen ist. Nicht umsonst hat er 2018 drei UCI-Siege und zahlreiche Spitzenplatzierungen in Gesamtwertungen eingefahren. In diesem Jahr lief es beim Schwaben zwar noch nicht so rund wie gewünscht, doch die eine oder andere Top-Ten-Platzierung im Verlauf der vier Tage oder aber auch die Eroberung des Bergtrikots wären keine Überraschung. Über die nötigen Fähigkeiten verfügt Holler jedenfalls. 

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