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25.05.2019 | (rsn) - Während sich Primoz Roglic (Jumbo - Visma) und Vincenzo Nibali (Bahrain - Merida) einmal mehr nur für den jeweils anderen zu interessieren schienen, hat Richard Carapaz (Movistar) die Gunst der Stunde genutzt und in Courmayeur die 131 Kilometer lange 14. Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Er brachte einen Vorsprung von fast zwei Minuten Vorsprung auf die Favoritengruppe ins Tagesziel, so dass der Gesamtvierte des Vorjahres auch das Rosa Trikot überstreifen durfte. Tageszweiter wurde mit 1:32 Minuten Rückstand der Brite Simon Yates (Mitchelton - Scott) vor Nibali (+ 1:54), der den Sprint der Favoritengruppe um die vier Bonussekunden für Tagesrang drei gewann.
"Es ist kaum zu glauben, dass ich jetzt das Maglia Rosa trage. Das war ein Traum, für den ich hart gearbeitet habe", strahlte Carapaz im ersten Live-TV-Interview nach der Zielankunft. Nachdem sowohl er als auch Teamkollege Mikel Landa schon am Vortag hinauf zum Lago Serru attackierten und weder Primoz Roglic (Jumbo - Visma) noch Nibali hinterhergefahren waren, so dass die Movistar-Kapitäne mehr als eine Minute herausholen konnten, plante man im spanisch-ecuadorianischen Lager für die 14. Etappe Ähnliches.
Diesmal war es Carapaz, der 28 Kilometer vor dem Ziel und drei Kilometer vor dem Gipfel des gefürchteten Colle San Carlo angriff und der Konkurrenz davonflog. In der anschließenden Abfahrt verlor er nur einige Sekunden, doch weil sich die Konkurrenz in der kaum steilen, dafür aber noch einmal sieben Kilometer langen Schlusssteigung von Courmayeur nicht einig waren, wurden es schließlich fast zwei Minuten Zeitgewinn für den Gesamtvierten des Vorjahres.
"Die Taktik war sehr gut überlegt. Wir wussten, dass Mikel Landa und ich beide gut drauf sind, also mussten wir den richtigen Moment nutzen, um zu attackieren", so Carapaz, der mit seinem Angriff gewartet hatte, nachdem zuvor Nibali und Miguel Angel Lopez (Astana) der Konkurrenz auf den Zahn gefühlt hatten und die Gruppe kurzzeitig etwas das Tempo drosselte - lehrbuchartig.
Während der 25-Jährige im Rosa Trikot jubelte, rollte der bisherige Gesamtführende Jan Polanc (UAE Team Emirates) mit 7:41 Minuten Rückstand ins Ziel und rutschte auf Gesamtrang sieben ab. An der Spitze des Klassements hat Carapaz nun sieben Sekunden Vorsprung auf Roglic und 1:47 Minuten auf Nibali. Rafal Majka (Bora - hansgrohe) ist mit 2:10 Minuten Rückstand neuer Gesamtvierter, Landa mit 2:50 Minuten Rückstand Fünfter.
So lief das Rennen:
In der Anfangsphase bildete sich die erwartete Spitzengruppe um den Bergtrikot-Träger Giulio Ciccone (Trek - Segafredo), um an den insgesamt fünf klassifizierten Anstiegen des nur 131 Kilometer langen Teilstücks möglichst viele weitere Punkte zu sammeln. Neben Ciccone und Fausto Masnada (Androni Giocattoli - Sidermec) schaffte auch Andrey Amador (Movistar) wie am Vortag erneut den Sprung in die Gruppe, um etwaig seine Kapitäne Carapaz und Landa später unterstützen zu können.
Die achtköpfige Spitzengruppe fuhr rund dreieinhalb Minuten Vorsprung heraus, bevor am zweiten Anstieg des Tages, hinauf nach Verrogne, ein weiteres Quartett aus dem Hauptfeld herausfuhr - mit Nibali-Helfer Damiano Caruso (Bahrain - Merida) und Lopez-Helfer Ion Izagirre (Astana). Am Fuß des dritten Anstiegs, dem Truc d'Arbe, schloss das Quartett zur Spitzengruppe auf, doch auch das überwiegend von Jumbo - Visma angeführte Hauptfeld lag nun nur noch zwei Minuten zurück.
Nibali und Lopez attackieren als erstes
Die taktische Ausgangssituation für den 10,5 Kilometer langen und im Schnitt 9,7 Prozent steilen Colle San Carlo war gelegt, doch die 'Relaisstationen' kamen als solche kaum zum Einsatz. Denn schon bevor die Attacken der Favoriten erfolgten, waren fast alle Ausreißer wieder gestellt - einzig Ciccone blieb noch bis knapp 30 Kilometer vor dem Ziel an der Spitze.
In der Zwischenzeit hatte Nibali einen ersten Angriff gestartet, doch Roglic und Carapaz sprangen sofort mit und nachdem auch Lopez und Landa einige Sekunden später wieder dran waren, ging das Tempo wieder etwas runter. Einen weiteren Antritt von Lopez wehrte Caruso für Nibali ab und bestimmte auch danach meist das Tempo in der Favoritengruppe.
Carapaz attackiert weit vorm Ziel
28 Kilometer vor dem Ziel und drei Kilometer vor dem Bergpreis der 1. Kategorie am Colle San Carlo nutzte Carapaz einen Moment der Ruhe dann für seinen Vorstoß, den niemand konterte. Der Ecuadorianer riss sofort eine große Lücke und wurde von da an nicht mehr gesehen. Er überquerte den Pass bereits 30 Sekunden vor der von Roglic und Nibali im Wechsel angeführten Gruppe.
In der Abfahrt sorgte Nibali mit seinen fahrtechnischen Qualitäten dafür, dass der Abstand zum Spitzenreiter auf etwa 20 Sekunden zusammenschmolz, doch die letzten sieben wieder ansteigenden Kilometer nutzte Carapaz, um sich wieder deutlich abzusetzen - während hinter ihm keiner der Kapitäne selbst führen wollte und man auf Caruso wartete, der dann im Gegenwind arbeitete.
Yates holt sich im Finale einige Sekunden zurück
Doch der Italiener hatte nicht die nötige Kraft, um gegen Carapaz zu bestehen, so dass der schließlich ganze 1:54 Minuten Vorsprung herausfuhr und dank der zehn Sekunden Zeitbonifikation als Etappensieger auch das Rosa Trikot übernahm - mit sieben Sekunden Vorsprung auf Roglic, der sich, wie schon am Vortag, erneut nur auf Nibali zu konzentrieren schien.
Drei Kilometer vor dem Ziel hatte außerdem noch Yates aus der Favoritengruppe attackiert und seinen Abstand zu Carapaz von dort an stabil gehalten, um nur 1:32 Minuten zu verlieren. Der Brite hatte am Colle San Carlo die Beschleunigungen von Nibali, Lopez und Carapaz jeweils nicht mitgehen können, biss sich aber mit rund 15 Sekunden Rückstand hinter der Favoritengruppe fest und kam am Ende der Abfahrt gemeinsam mit Joe Dombrowski (EF Education First) wieder zu ihr nach vorne.
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