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04.11.2018 | (rsn) – Er war der Stärkste und fuhr ein fehlerfreies Rennen: Mathieu van der Poel hat seinen EM-Titel im Cross souverän verteidigt. Der Niederländer dominierte das Männer-Rennen im heimischen s’Hertogenbosch und triumphierte nach 1:02:35 Renndauer mit 14 Sekunden vor seinem belgischen Dauerrivalen Wout Van Aert. Mit 18 Sekunden Rückstand sicherte sich Laurens Sweeck aus Belgien die Bronzemedaille.
“Es war ein sehr gutes Rennen. Der Kurs kam mir sehr entgegen“, gab van der Poel in einer ersten Reaktion im Ziel zu Protokoll. “Ich hatte mich an das Europameister-Trikot dieses Jahr bereits gewöhnt und freue mich, es ein weiteres Jahr tragen zu dürfen.“ Der 23-Jährige widerstand diesmal dem Erwartungsdruck in der Heimat, nachdem ihm zu Jahresbeginn der WM-Titel im heimischen Valkenburg auch aufgrund einiger Fahrfehler entgangen war. Van der Poel zeigte diesmal ein fehlerfreies Rennen und ließ sich auch von dem vom Start weg angriffslustigen Van Aert nicht aus dem Konzept bringen. Hinter Sweeck fuhren die Belgier Michael Vantourenhout (+0:30) und Toon Aerts (+0:33) sowie Lars van der Haar (Niederlande/+0:37), Joris Nieuwenhuis (Niederlande/+1:08), Quinten Hermans (Belgien/+1:13), Gianni Vermeersch (Belgien/+1:15) und Daan Soete (Belgien/+1:16) in die Top Ten und machten die Titelkämpfe somit zu einer rein belgisch-niederländischen Angelegenheit. Bester Deutscher war am Ende des Tages Manuel Müller als 35. Mit 5:47 Minuten Rückstand. Der Deutsche Meister Marcel Meisen musste das Rennen in der dritten von neun Runden aufgeben. So lief das Rennen: Nachdem sich Van Aert bereits in der ersten Kurve an die Spitze setzte, baute der Weltmeister den Vorsprung auf die Verfolger zunächst leicht aus. Van der Poel musste sich hingegen seinen Weg von Platz sechs zur Spitze der Verfolger bahnen und beendete die erste Runde drei Sekunden hinter Van Aert gemeinsam mit seinem Landsmann van der Haar und dem Belgier Aerts. Diese ließ der Titelverteidiger rasch stehen und schloss allein zu Van Aert auf. Kurz vor dem Ende der zweiten Runde setzte der Lokalmatador schließlich in einer engen Kurvenkombination seine siegbringende Attacke, der Van Aert nicht folgen konnte. Van der Poel baute seinen Vorsprung ungefährdet und sukzessive auf nahezu eine halbe Minute aus und konnte bereits unmittelbar nach der letzten Kurve jubeln. Dahinter wurde es nochmals eng im Kampf um Silber. Van Aert nahm nur noch acht Sekunden an Vorsprung auf den stark aufkommenden Sweeck in die Schlussrunde, von denen er schließlich vier gegenüber seinem Landsmann ins Ziel brachte.
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