WM-Teamzeitfahren: Statt der Medaille nur Rang acht

Bora-hansgrohe: Die Bergfahrer mussten zu früh ran

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Bora-hansgrohe belegte Rang acht im WM-Teamzeitfahren. | Foto: Cor Vos

23.09.2018  |  (rsn) - Die Vorbereitung verlief akribisch und erfolgreich. Beim heutigen Auftakt der Straßen-WM von Innsbruck wollte das mit seinen vier Österreichern angetretene deutsche Bora-hansgrohe-Team ein Top-Resultat einfahren. Am Ende langte es auf dem schweren Kurs, der über 62,8 Kilometer von Ötztal in Tirols Landeshauptstadt führte, statt zur erhofften Medaille lediglich zu Rang acht.

Dabei lief es praktisch vom Start weg nicht wie geplant. "Leider hatten wir heute nicht den besten Tag und darum konnten wir nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Unsere Bergfahrer mussten schon im Flachteil zu viel arbeiten, damit fehlte am Anstieg die Kraft, um richtig zuzulegen“, erklärte Sportdirektor Patxi Vila im Ziel.

An der ersten Zwischenzeit nach 22,4 Kilometern lag Bora-hansgrohe auf Rang neun bereits 25 Sekunden hinter Rang drei, auf dem zu diesem Zeitpunkt Quick-Step Floors geführt wurde. Doch während das belgische Team zulegen und schließlich zum WM-Titel stürmte, konnte sich das Bora-Aufgebot nur unwesentlich verbessern. "Eigentlich wollten wir bis zum Berg relativ kräftesparend fahren, um dort dann richtig aufzudrehen. Aber wir haben nicht so richtig ins Rennen gefunden, mussten schon früh mehr investieren als geplant, und konnten dadurch am Ende nichts mehr zulegen", sagte Patrick Konrad, der am kommenden Sonntag das österreichische Aufgebot im WM-Straßenrennen anführen wird.

Gregor Mühlberger sprach gegenüber radsport-news.com von einer "Enttäuschung - wir sind definitiv auf eine Medaille gefahren, haben dann aber schon nach drei, vier Kilometern gemerkt, dass Daniel (Oss) nicht so konnte wie geplant. Das hat sich dann gleich aufs Team ausgewirkt. Wir waren dann zu früh zu fünft, und dann hat Maciej Bodnar ziemlich viel tun müssen. Leider ist es nicht so gelaufen", erklärte der 24-Jährige. Neben dem erfahrenen Italiener erwischte auch Felix Großschartner keinen guten Start in die Heimweltmeisterschaften: "Es lief nicht wie wir uns es vorgestellt hatten und ich hatte auch bergauf nicht meinen besten Tag".

Lukas Pöstlberger machte einen weiteren Faktor aus, der den Plan von Bora-hansgrohe zunichte gemacht habe. "Der Rückenwind war sehr stark, im Anstieg hatten wir mit Gegenwind gerechnet, aber da war auch Rückenwind. Somit haben wir uns mit unserer Taktik ein bisschen verkalkuliert. Daniel und Bodi (Maciej Bodnar) haben zu früh zu viele Körner gelassen und dadurch waren wir seit Kemeten nur noch zu viert unterwegs", sagte der 26-Jährige. "Wir waren motiviert bis über die Ohren, haben unseren Plan aber nur zu 95 Prozent umgesetzt. Schade, aber so ist es…", fügte er im Gespräch mit radsport-news.com an.

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