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18.09.2018 | (rsn) - Beim King of the Lake am Attersee in Österreich hat Patrick Haller (Heizomat-Rad-net) am Wochenende das längste Einzelzeitfahren seines Lebens bestritten. In 59:32 Minuten belegte er hinter Georg Preidlger (Groupama-FDJ) Rang zwei in der Kategorie der Elitefahrer, die beim größten Jedermann-Einzelzeitfahren der Welt nicht zur Gesamtwertung zählen. Auch dort wäre Haller hinter Preidler Zweiter geworden. Allerdings war er ganze 6:03 Minuten langsamer als der österreichische WorldTour-Profi.
"Es hat mir gut gefallen, ist schon eine einzigartige Veranstaltung und war mein längstes Zeitfahren bisher", so der 21-Jährige anschließend gegenüber radsport-news.com. Der deutsche U23-Fahrer war an den Attersee gekommen, um weiter an seiner WM-Form zu schleifen. Denn in der kommenden Woche steht er in Innsbruck für den Bund Deutscher Radfahrer am Start. Neben dem King of the Lake hat er am Wochenende auch den GP Judendorf bestritten, das einzige österreichische UCI-Eintagesrennen. 24. wurde er dort. "Die beiden Rennen waren gut, beide stark besetzt und von dem her eine gute Einstimmung auf die Weltmeisterschaften", meinte er.
Dort wird der aus Baden-Württemberg stammende Sportler allerdings nur im Straßenrennen antreten. Fürs Einzelzeitfahren hat Bundestrainer Ralf Grabsch Max Kanter (Sunweb Development) und Lennard Kämna (Sunweb) nominiert. „Leider wurde ich für das Zeitfahren nicht ausgewählt. Ich hatte den Kurs besichtigt und er wäre mir entgegengekommen“, so Haller. Doch Kämna war gesetzt und Kanter überzeugte zuletzt ebenfalls durch absolute Top-Form mit Etappensiegen bei der Tour de l'Avenier und der Olympia's Tour. Außerdem war Kanter Zweiter der U23-Zeitfahr-DM im Juni - in derselben Sekunde wie Titelträger Jasper Frahm (Heizomat-Rad-Net).
Die Nominierung geht daher in Ordnung. "In der Vorbereitung hatte ich meine Höhen und Tiefen", so der Schwarzwälder. "Grundsätzlich war es sehr solide, gute Ergebnisse. Aber der Sieg hat noch gefehlt." Beeindrucken konnte der 21-Jährige bei der Deutschland Tour, wo er fast täglich in die Ausreißergruppe sprang und am Ende als bester Fahrer eines deutschen Kontinental-Teams auf Rang 42 landete.
Ähnlich wie bei der viertägigen Rundfahrt von Koblenz nach Stuttgart will er auch in Innsbruck in der kommenden Woche auftreten. "Ich werde versuchen, in die Gruppen zu gehen oder am Ende für Lennard Kämna da zu sein", erklärte er nun. "Die Form ist sehr gut und wenn sich etwas ergibt in einer Fluchtgruppe, dann werde ich alles geben um vorne anzukommen. Wenn nicht, stelle ich mich völlig in den Dienst der Mannschaft."
Kapitän Kämna hatte zwar ein schwieriges Jahr, bewies aber ebenfalls bei der Deutschland Tour eine klar ansteigende Formkurve und beeindruckte mit starker Arbeit für Tom Dumoulin. Er ist der klare Kapitän der deutschen Mannschaft auf dem schweren WM-Kurs. "Das Rennen ist ziemlich offen. Es wird sicher nicht sehr kontrolliert gefahren, und von dem her kann alles passieren", weiß Haller aber, dass sich das deutsche Team nicht nur auf eine Variante stützen darf.
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