Entscheidung fiel gegen Fußball

hansgrohe-Manager Harinck: “Einstieg in Radsport war richtig“

Von Joachim Logisch

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Philippe Harinck, Sponsoring Projektleiter der hansgrohe Group | Foto: Isabelle Pateer für Hansgrohe SE

14.12.2017  |  (rsn) - Ein Jahr sponsert hansgrohe nun schon zusammen mit Bora das deutsche WorldTour-Team, das ihre Namen trägt. Wenn man Philippe Harinck, Sponsoring Projektleiter der hansgrohe Group, zuhört, hat man den Eindruck, die Schiltacher könnten vor lauter Freude über dieses Engagement die Korken knallen lassen.

"Wir kontrollieren alle Zahlen genau. Deshalb wissen wir, dass wir unseren Einsatz mehrfach wieder zurückbekommen. Ich glaube nicht, dass man mit vielen anderen Investitionen so einen Mehrwert erreichen kann. Ja, wir sind sehr zufrieden mit den verschiedenen Ergebnissen. Der Einstieg in den Radsport war richtig“, freute sich der Belgier.

Der Erfolg ist Ergebnis einer umfangreichen Marktanalyse. Harinck: "Wir haben mit externen Consulting-Unternehmen untersucht, in welchen Gebieten und Ländern wir noch schneller wachsen können. Wir fanden heraus, dass in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, China und der Türkei mit unseren Marken Axor und hansgrohe noch viel zu holen ist. Danach haben wir uns beraten lassen, wo wir am besten einsteigen sollten. An erster Stelle stand Radfahren, erst danach kam Fußball. Wir haben einen Etat festgelegt, mit mehreren Teams geredet und dann vor eineinhalb Jahren bei Ralph Denk unterschrieben.“

Obwohl hansgrohe den Radsport nutzt, um seine Produkte weltweit zu vermarkten, war es dem deutschen Sanitärausrüster ein Anliegen, ein heimisches Team zu unterstützen. "Das war uns wichtig, schließlich sind wir ein deutsches Unternehmen, das seit 1901 besteht“, bestätigte Harinck, der mit Bora und dessen Chef Willi Bruckbauer einen kongenialen Partner gefunden hat. "Wir haben sehr viel Respekt davor, was Bora in so kurzer Zeit erreicht hat. Ich denke nicht, dass es zwei Sponsoren in einem Team gibt, die so verbunden sind. Wir haben Produkte für das Badezimmer, aber – wie Bora - auch für die Küche. Außerdem ist Bora wie hansgrohe im Design sehr stark. Wir haben schon manche Events zusammen gemacht.“

Harinck gab aber zu, dass Peter Sagan auch ein Grund war, sich mit Bora zusammenzutun. Mit dem Rockstar des Radsports wird weltweit geworben. "Die Fernsehspots mit Peter Sagan unter der Dusche sind doch super. Mit ihm haben wir auch in Kwaremont (bei der Flandern-Rundfahrt,  zusammen mit Bora, d.Red.) einen Event mit den Kunden gemacht, wo er zwischen Fässern mit dem Rad gefahren ist", sagte er. Sagan ist aber nicht der einzige Fahrer des Teams, mit dem hansgrohe wirbt. Harinck: "In Polen haben wir mit Rafal Majka als Leadingstar etwas gemacht und auch die Majka-Days gesponsert."

Harinck ist zufrieden, obwohl Sagan nach einem Jury-Fehler schon früh von der Tour de France ausgeschlossen worden war. Ob die Zahlen noch besser gewesen wären, wenn der Weltmeister durchgefahren wäre, beschäftigt ihn nicht. Harinck: "Das werden wir nie wissen. Sagan hätte ja auch einen Tag später stürzen können. Wir sind froh, dass jetzt geklärt wurde, dass er keinen Fehler gemacht hat.“

Medial war der Ausschluss möglicherweise kein so großer Nachteil. Denn die Medien berichteten ausführlich über den Sturz von Mark Cavendish, den Sagan verschuldet haben soll, was inzwischen aber zurückgenommen wurde. "Wir haben aus der ganzen Welt großen Zuspruch erhalten. Dadurch spürten wir, wie das ganze Projekt lebt. Da sah man, dass Sport Emotion ist. Unser Produkt ist auch Emotion. Duschen bringt Energie, das ist Leben. Wir wurden bestätigt, dass es eine gute Wahl war, in diese Sportart einzusteigen", betonte Harinck.

 

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