--> -->
21.08.2016 | (rsn) - Nach dem Zielstrich jubelte Nacer Bouhanni (Cofidis). Auf dem Podium stand anschließend allerdings Caleb Ewan (Orica-BikeExchange) auf der höchsten Stufe. Der junge Australier wurde nachträglich nach 217,7 Kilometern zum Sieger der 21. EuroEyes-Cyclassics gekürt – Bouhanni wegen unsauberer Fahrweise im Schlussprint zurückgestuft. Platz zwei ging an John Degenkolb (Giant-Alpecin) vor Giacomo Nizzolo (Trek-Segafredo). Dabei wäre beinahe einer Spitzengruppe der ganz große Coup in Hamburg gelungen.
Ein Schlenker, und der Sieg war dahin. Große Jubelszenen gab es bei Nacer Bouhanni im Ziel nicht, sondern zunächst Irritation – und anschließend die Annullierung seines Erfolges. Der Franzose fuhr im Sprint nach Auffassung der Rennjury kurz vor dem Ziel eine Welle, die seinen Kontrahenten Ewan entscheidend behinderte. Dessen Team Orica-BikeExchange legte Protest ein und wurde erhört: Caleb Ewan wurde zum Sieger der Cyclassics erklärt. "Ich startete meinen Sprint, um an Bouhanni vorbeizuziehen und er zog in meine Linie. Ich wusste aber zunächst nicht, was los war. Ich machte mich für die Siegerehrung bereit und hörte dann, dass es einen Protest gab", erklärte der Australier die Irritation im Ziel.
"Es auf diese Art zu gewinnen, ist aber nicht ganz so toll. Schöner ist es, wirklich als erster die Linie zu überqueren", erklärte Ewan seinen Sieg. Für sein Team war es nach dem Erfolg von Matthew Haymann bei Paris-Roubaix bereits der zweite großeErfolg in dieser Saison. Bouhanni wurde dagegen noch bis auf Platz 27 der Tageswertung zurückgestuft. Das Chaos perfekt machte Giacomo Nizzolo, der zunächst Vierter wurde, in der Folge seine Aufwertung auf das Podium aber gar nicht mehr mitbekam. Der Italiener war längt von Rennen verschwunden und fehlte sowohl auf dem Podium als auch auf der anschließenden Pressekonferenz.
Aus dem aussichtsreichen deutschen Trio konnte am Ende nur John Degenkolb als Zweiter überzeugen. "Ich war eigentlich ein wenig zu weit hinten, als der Sprint wirklich losging. Ich war auf der linken Seite eingebaut und ab da ging es für mich nur noch um Schadensbegrenzung. Ich habe versucht, einfach noch einen guten Sprint zu fahren. Am Ende kann ich damit glücklich sein", kommentiere Degenkolb den chaotischen Schlusssprint.
Wesentlich schlechter lief es dagegen für Vorjahressieger André Greipel (Lotto Soudal), der lediglich Zehnter wurde, und Marcel Kittel (Etixx-QuickStep), der aus der Entscheidung komplett außen vor war und auf Platz 76 gewertet wurde. Der Arnstädter erlitt kurz vor der Ein-Kilometer-Marke in guter Position am Hinterrad von Bouhanni einen Reifenschaden.
Das Finale wurde zusätzlich hektisch durch einen Sturz innerhalb des letzten Kilometers und einer Ausreißergruppe, die erst wenige Hundert Meter vor dem Ziel gestellt wurde. Die Gruppe um den Österreicher Lukas Pöstlberger (Bora-Argon 18), Matteo Montaguti (Ag2R), Alessandro De Marchi (BMC), Matej Mohoric (Lampre-Merida), Kamil Gradek (Verva Activejet) und Maxat Ayazbayev (Astana) fand sich gleich nach dem Start und kämpfte sich über die gesamte Renndistanz. An der letzten Passage des Wasebergs 16 Kilometer vor dem Ziel verteidigte die Gruppe noch einen Vorsprung um die 1:40 Minuten. Ein Kampf bis zur Ziellinie folgte, der am Teufelslappen noch ein Trio um Pöstlberger, De Marchi und Gradek wenige Meter vorne sah.
Gegen das heranrasende Feld waren sie dennoch machtlos.
22.08.2016Nacer Bouhanni bezahlt für seinen schlechten Ruf(rsn) - Nacer Bouhanni (Cofidis) ist gewiss nicht der Typ „Everybody’s Darling“. Der Franzose gilt als Fahrer, der gerne kompromisslos und durchsetzungsstark seine Sprints fährt – und das nic
21.08.2016Bouhanni bekommt Sieg aberkannt, Ewan rückt nach(rsn) - Nacer Bouhanni (Cofidis) hat sich nur kurze Zeit über seinen Sieg bei den Euroeyes Cyclassics freuen können. Der Jury distanzierte den Sprinter wegen eines unkorrekten Sprintes. Davon profit
21.08.2016Degenkolb fühlt sich in Hamburg "wieder auf dem alten Niveau"(rsn) - Die Weltmeisterschaft in Katar (16. Oktober) wirft ihre Schatten voraus – auch zu den EuroEyes-Cyclassics in Hamburg. Der Kurs in Doha kommt den schnellen Männern entgegen und stellt der Sp
20.08.2016Wer hat die besten Beine für die WM-Kapitänsrolle?(rsn) - Der neue Name klingt noch etwas sperrig. Vattenfall zog sich nach zehn Jahren als Hauptsponsor zurück und brachte die Verantwortlichen ernsthaft in Bredouille, ehe mit dem Hamburger Unternehm
17.08.2016Titelverteidiger Greipel führt Startliste in Hamburg an(rsn) – Von wenigen Ausnahmen abgesehen tritt am Sonntag bei der 21. Auflage der Euro Eyes Cyclassics in Hamburg die Weltelite der Sprinter an. Die Startliste beim einzigen deutschen WorldTour-Renne
15.08.2016Degenkolb hat wieder den richtigen Punch(rsn) – Luca Guercilena ist zuversichtlich, dass John Degenkolb nach seiner schweren Verletzung in der kommenden Saison bei den Klassikern an seine Erfolg aus dem Jahr 2015 anknüpfen kann, als er M
06.07.2016Hamburger Cyclassics präsentieren neuen Titelsponsor(rsn) – Der Fortbestand der Hamburger Cyclassics ist gesichert. Wie Ironman Unlimited Events Germany, der Veranstalter des einzigen deutschen WorldTour-Rennens, am Nachmittag meldete, tritt das Hamb
12.05.2016Ziehen die Cyclassics nach Berlin, Stockholm oder Wales?(dpa/rsn) – Seit 20 Jahren gibt es die Cyclassics in Hamburg. Nun droht der Hanse-Metropole der Verlust von Deutschlands einzigem WorldTour-Rennen. Sollte in nächster Zeit kein neuer Titelspons
07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“ (rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma
07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights (rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin
06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM (rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I
06.01.2026Diese WorldTour-Profis haben noch keinen Vertrag für die neue Saison (rsn) – Das neue Jahr hat begonnen, doch noch immer stehen einige WorldTour-Profis ohne neuen Vertrag da. Nicht alle Fahrer, die 2025 noch in der Elite-Liga des Radsports angestellt waren, werden
06.01.2026Chirurg erwartet drei Monate Pause für van Aert (rsn) - Ludovic Robeet kann seine Karriere als Radprofi fortsetzen. Der Belgier in Diensten von Cofidis, der im September 2025 einen Schlaganfall erlitten hatte, teilte die guten Nachrichten via Insta
06.01.2026Gee macht Lidl-Trek komplett (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
06.01.2026Healy legt Fokus in den kommenden beiden Jahren wieder auf die WM (rsn) – Etappensieger bei der Tour de France, Träger des Gelben Trikots, Dritter im Straßenrennen der Weltmeisterschaften von Ruanda und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich: Ben Healy (EF Educatio
06.01.2026Die Trikots der WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) - Wie sieht das Peloton 2026 aus? Welche Farben werden in der kommenden Saison vorherrschend sein? Nach und nach stellen die WorldTour-Rennställe ihre Trikots für das neue Jahr vor - den Anfan
06.01.2026Regenbogenpower für die neue Saison (rsn) – Erst 2024 gegründet, steigt EF Education - Oatly schon im dritten Jahr die WorldTour auf. Zwar gab es von 2005 bis 2023 mit EF Education - Tibco SVB bereits ein amerikanisches Frauen-Team,
06.01.2026Die Trikots der Women´s WorldTour-Teams für die Saison 2026 (rsn) – 14 Rennställe umfasst die Women´s WorldTour in der Saison 2026. Doch wie treten diese 14 Mannschaften im neuen Jahr auf? Welche Farben zieren ihre Trikots, welche Art von Designs werden ge
05.01.2026Mehr Aerodynamik: Milan mit veränderter Position auf dem Rad (rsn) - Jonathan Milan (Lidl - Trek) hat während der Saisonpause an seiner Position auf dem Rad gearbeitet - und einige Änderungen vorgenommen. "Es ging um die Verbesserung meiner Position", sagte
05.01.2026Van der Poel: “Bin noch nicht in Topform“ (rsn) – Er kam, sah und siegte – neun Mal in drei Wochen. Mathieu van der Poel dominierte die Szene seit seinem Einstieg in die Cyclocross-Saison 2025/26. Nach einer perfekten Bilanz mit neun S