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03.07.2012 | (rsn) - So richtig kann keiner erklären warum, aber die erste Woche der Tour de France ist immer geprägt vom Sturzchaos. Natürlich sind die Nervosität, die Hektik und der Erfolgsdruck extrem hoch, aber das ändert sich eigentlich in Woche 2 und 3 auch nicht.
Und doch beruhigt sich das Rennen in seinem Verlauf, diese extreme Häufung der Stürze gibt es nur in der Auftaktwoche. Nach Tony Martin und Luis Leon Sanchez am Sonntag hat es heute, neben vielen anderen, Kanstantin Siutsou, José Joaquin Rojas und meinen Teamkollegen Maarten Tjallingii so richtig erwischt. Aufgeben tut man nur, wenn es wirklich nicht mehr geht und manche fahren selbst dann weiter.
Maarten ist heute mit einer gebrochenen Hüfte 40 Kilometer bis ins Ziel gefahren und danach mussten sie ihn vom Rad heben. Ich wüsche ihm gute Besserung und dass er schnell wieder auf die Beine kommt!
Unbeeindruckt von all dem Chaos zieht Peter Sagan seine Bahnen, so scheint es. So überlegen wie ihn auf der heutigen Etappe habe ich schon lange niemanden mehr siegen sehen. Das schwierigste für ihn, war glaube ich, bei seinem extravaganten Jubel nicht vom Rad zu fallen. Und wir werden uns wohl auf ein paar weitere Jubelvariationen von ihm freuen können.
Ciao
Grischa
Grischa Niermann ist von seinem Rabobank-Team erstmals seit 2008 nicht für das Tour-Aufgebot nominiert worden. Die freie Zeit im Juli nutzt der Hannoveraner nun, um in einem Blog auf Radsport News seine Eindrücke von der 99. Tour de France zu schildern, die er vor dem Fernseher verfolgen wird.
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