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24.01.2012 | (rsn) – Francesco Chicchi (Omega Pharma – Quickstep) war zum Auftakt der 6. Tour de San Luis (2.1) der Schnellste. Der 31 Jahre alte Italiener entschied bei Regen und Hagelschauern die 1. Etappe über 189,3 Kilometer von San Luis nach Villa Mercedes im Sprint einer gut 30-köpfigen Spitzengruppe nach Foto-Finish vor den beiden Argentiniern Juan José Haedo (Saxo Bank) und Mauro Abel Richeze (Nationalteam) für sich und übernahm auch die Führung im Gesamtklassement.
Als bester deutscher Fahrer kam der Nürtinger Stefan Schumacher in seinem ersten Rennen für das dänische Christina Watches-Team auf den zehnten Platz. Der Altenkunstädter Grischa Janorschke, Neuzugang beim deutschen NetApp-Team, wurde Zwölfter, sein Teamkollege Markus Eichler belegte Rang 15.
Die Spitzengruppe hatte mehr als zwei Minuten Vorsprung auf eine erste, rund 50 Fahrer starke Verfolgergruppe, weitere zwei Minuten dahinter folgte das Hauptfeld, in dem auch der Italienische Meister Giovanni Visconti (Movistar) saß. Die anderen Favoriten wie Alberto Contador (Saxo Bank), Vincenzo Nibali (Liquigas-Cannondale), Levi Leipheimer (Omega Pharma-QuickStep), David Arroyo (Movistar) oder der Vorjahreszweite José Serpa (Androni-Giocattoli) kamen zeitgleich mit dem Tagessieger ins Ziel
Die widrigen Wetterbedingungen mit starken Regenfällen und Hagel hatten dafür gesorgt, dass das Rennen gut 30 Kilometer nach dem Start unterbrochen werden musste, damit die Fahrer Schutz suchen konnten. Unbeeindruckt davon zeigte sich Emmanuel Guevara vom lokalen Team (San Luis Somos Todos). Der Argentinier startete nach Wideraufnahme des Rennens eine Soloattacke, sicherte sich die einzige Bergwertung des Tages bei Kilometer 41,3 und fuhr einen Vorsprung von mehr als fünf Minuten heraus. Verstärkung erhielt Guevara schließlich noch von seinem Teamkollegen Maximiliano Badde und dem Uruguayer Cesar Berti (Nationalteam). Gemeinsam baute das Trio den Vorsprung auf rund elf Minuten aus.
Im Feld sorgten mehrere Stürze immer wieder für Unordnung, doch schließlich übernahmen die WorldTour-Teams die Verantwortung und führten in der zweiten Rennhälfte das Feld immer näher an die entkräfteten Ausreißer heran, die schließlich 20 Kilometer gestellt wurden.
Auf den letzten 40 Kilometern teilte sich das Feld dann nach einer Windkantenaktion von Omega Pharma-QuickStep und Saxo Bank in drei größere Gruppen, die mit jeweils zwei Minuten Abstand aufeinander ins Ziel kamen. An der Spitze setzte Chicchis Teamkollege Tom Boonen rund einen Kilometer vor dem Ziel eine überraschende Attacke und brachte damit die Sprintzüge von Saxo Bank und Movistar aus dem Konzept. Der Belgier wurde zwar wieder gestellt, doch konnte er Chicchi noch den Sprint anziehen, der sich knapp vor dem älteren der beiden Haedo-Brüder durchsetzte.
Hinter Mauro Richeze kam der Chilene Luis Mansilla (Nationalteam) auf den vierten Platz, gefolgt vom Franzosen Jimmy Casper (Ag2R) und dem Italiener Sonny Colbrelli (Colnago-CSF Inox) und dem Spanier Jose Ventoso (Movistar).
"Ich muss dem ganzen Team für die tolle Arbeit danken, dass es heute geleistet hat, und dass es mir vertraut hat“, strahlte Chicchi, der im vergangenen Jahr ohne Sieg geblieben war. „Einen Anfahrer wie Boonen zu haben ist super. Tom hat mir perfekt den Sprint vorbereitet. Auf den letzten Metern habe ich gesehen, dass Haedo noch aufkam, also habe ich alles gegeben und konnte grade noch vor ihm bleiben. Das ist eine enorme Freude.“
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