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06.07.2011 | (rsn) Unsere Experten beantworten nach jeder Tour-Etappe eine Frage zum Rennen. Das von Stürzen geprägte fünfte Teilstück kommentiert der ehemalige Weltklassezeitfahrer Michael Rich, der mittlerweile unter anderem für den Rad-Hersteller Canyon tätig ist und dabei das Team Omega Pharma-Lotto betreut.
Wieso gab es auf der heutigen Etappe so viele Stürze und was muss ein Helfer an solch hektischen Tagen leisten?
Michael Rich: Ich dachte eigentlich, dass nach dem Mannschaftszeitfahren das Rennen etwas geregelter zugeht. Aber so wie es ausschaut, ist die Hackordnung wohl noch nicht hergestellt. So sucht noch jeder seinen Platz im Peloton. Dazu kam, dass heute alle mit Wind gerechnet haben und versuchten, vorne zu fahren, wo eben nicht für alle Platz ist. Und bei der Hektik rappelt es dann halt mal.
Was mich immer wieder überrascht, sind solche Stürze, die es eigentlich gar nicht gibt. Da wird ein Fahrer vom Motorrad umgefahren oder ein Zuschauer hält seinen Arm ins Feld. So was gibt es seltsamerweise nur bei der Tour.
Für die Helfer wie zum Beispiel Sebastian Lang sind das arbeitsintensive Tage, da sie ihre Kapitäne den ganzen Tag aus den Gefahrenzonen heraus halten müssen, das heißt: viel im Wind fahren, immer mit einem halben Auge nach hinten, ob der Chef auch am Hinterrad ist.
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