Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Wegmann ein Opfer der Funkverbots

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Fabian Wegmann (Leopard-Trek) bei Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt Foto: ROTH

04.05.2011  |  (rsn) – Viel investiert, doch nichts gewonnen. Fabian Wegmann (Leopard-Trek) hat am Sonntag bei Rund um den Finanzplatz den dritten Sieg in Folge verpasst. Der Titelverteidiger haderte zwar mit dem Ergebnis (er wurde Zwölfter) und Defektpech, war aber mit seiner persönlichen Leistung und der seines Teams zufrieden.

„Ich habe alles gegeben, aber am Ende war die Gruppe mit 70 Mann doch zu groß, als dass ich mit um den Sieg hätte sprinten können“, sagte Wegmann zu Radsport News. „Und gegen Leute wie Degenkolb oder Matthews habe ich auf flachem Terrain eben kaum eine Chance.“ Zudem musste der Freiburger in der entscheidenden Rennphase viel Kraft aufwenden, um nach einem Defekt wieder ins Feld zurückzukommen.

„Vor der letzten Überquerung des Mammolshainer Berges ist mir die Kette gerissen und es hat lange gedauert, bis ich weiterfahren konnte“, so Wegmann, der keine Funkverbindung zu seinem Begleitfahrzeug hatte, da auch beim hessischen Frühjahrsklassiker die neue Regelung des Radsportweltverbands galt. Das brachte den gebürtigen Münsteraner in Rage.

„Für mich ist die Entscheidung der UCI nicht nachvollziehbar. Gerade in einer solchen Situation ist so was untragbar“, kritisierte der 30-Jährige das weiterhin heftig umstrittene Funkverbot. „Und wenn man sich den Rennverlauf anschaut, dann zieht meiner Meinung auch nicht das vorgebrachte Argument, dass es ohne Funk spannender zugeht“, so Wegmann weiter. „Keine Gruppe ist viel mehr als eine Minute weggekommen – ganz einfach deshalb, weil man ja nicht weiß, wer alles dabei ist. Also gehen die Teams auf Nummer sicher und jagen den Ausreißern sofort hinterher. Man sieht ja, dass immer mehr Rennen in Sprintankünften enden und die Chancen der Ausreißer geringer sind durchzukommen.“

Wegmann und sein Team wollten zwar – doch die anderen Mannschaften blieben aufmerksam und parierten alle Attacken der Leoparden. „Es war klar, dass wir es im Taunus würden probieren müssen, wenn wir hier gewinnen wollten“, sagte Wegmann, der auf der zweiten Taunus-Runde mehrfach vergeblich attackierte und vor allen von seinen beiden Landsleuten Jens Voigt und Dominic Klemme prima unterstützt wurde.

„Ich hatte die Favoritenrolle und wusste, dass es nicht einfach werden würde. Ich habe gekämpft und bin zufrieden“, sagte der zweifache Deutsche Meister, der weiterhin auf seinen ersten Sieg im Leopard-Trikot warten muss. Vielleicht gelingt ihm der ja ab Samstag beim Giro d’Italia, wo Wegmann neben Klemme der zweite deutsche Fahrer im Aufgebot des luxemburgischen Rennstalls ist.

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