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26.03.2011 | (rsn) - Fast zeitgleich mit seinem Teamkollegen Fabian Cancellara, der am Samstag Nachmittag den E3 Prijs gewann, fuhr Fränk Schleck (Leopard-Trek) zum Auftakt des 80. Critérium International (Kat. 2.HC) auf Korsika als Solist jubelnd über den Zielstrich und feierte seinen ersten Saisonsieg.
Der Luxemburger verwies auf der 1. Etappe der zweitägigen Kurz-Rundfahrt über 198 Kilometer von Porto-Vecchio hinauf zur Bergankunft am Col de l’Ospedale den Weißrussen Vasyl Kyrienka (Movistar/+0:16) und den Esten Rein Taaramae (Cofidis/+0:22) auf die Plätze zwei und drei. Dahinter folgten der Spanier David Lopez (Movistar/+0:58) und der Franzose Alexandre Geniez (Skil Shimano/+1:00).
Weitere neun Sekunden dahinter führte der Usbeke Sergey Lagutin (Vacansoleil-DCM) eine Verfolgergruppe als Sechster ins Ziel. Platz sieben belegte der Norweger Lars Petter Nordhaug (Sky) vor dem Franzosen Pierre Rolland (Europcar), dessen Landsmann, dem Titelverteidiger Pierrick Fédrigo (FDJ) und Andy Schleck (Leopard-Trek).
Als bester Deutscher belegte Andreas Klöden (Radioshack) mit 3:27 Minuten Rückstand Rang 23, Johannes Fröhlinger (Skil-Shimano) hatte als 32. Bereits 7:28 Minuten Rückstand.
Von den Anwärtern auf den Gesamtsieg büßte der Schotte David Millar (Garmin-Cervelo) 28 Minuten ein. Auch der Spanier José Ivan Gutierrez (Movistar/+24:34), der Fünffachsieger Jens Voigt (Leopard-Trek/+20:17), der Brite Bradley Wiggins (Sky/+8:41) und der Franzose Jerome Coppel (Saur-Sojasun/+4:41) haben keine Chance mehr auf eine Spitzenplatzierung.
Im Gesamtklassement führt der Luxemburgische Meister mit 20 Sekunden Vorsprung auf Kiryienka und 28 auf Taaramae.
“Der letzte Berg des Tages war 14 oder 15 Kilometer lang. Er ist nicht besonders steil, aber dafür lang”, sagte Fränk Schleck nach dem Rennen. ”Das haben wir ausgenutzt. Andy und ich sind gefahren, wie wir es immer tun. Er attackierte. Ich attackierte. Er attackierte. Das hat die anderen Fahrer in den roten Bereich getrieben. Als ich meine letzte Attacke setzte, waren nur noch zwei andere Fahrer an meiner Seite.”
Die beiden waren Kiryienka und Taaramae, die aber im Finale dem Tempo des 30 Jahre alten Fränk Schleck nicht mehr folgen konnten. Rund drei Kilometer vor dem Ziel griff der Leopard-Kapitän an und schüttelte seine beiden Begleiter ab. Am Freitag hatte Schleck gemeinsam mit seinem Team den Schlussanstieg abgefahren. „Ich wusste, dass die letzten drei Kilometer die steilsten sein würden, also habe ich da angegriffen“, erklärte er. „Es hat geklappt. Ich bin sehr, sehr glücklich. Das ist ein Sieg für das ganze Team. Es hat das ganze Rennen über großartig gearbeitet.“
Angesichts des relativ deutlichen Vorsprungs auf seine schärfsten Verfolger ist Fränk Schleck nun der große Favorit auf den Gesamtsieg. Dem entscheidenden, sieben Kilometer kurzen Zeitfahren am Sonntagnachmittag kann der Kletterspezialist nun relativ beruhigt entgegen sehen, zumal Kiryienka und Taaramae nicht als die besten Zeitfahrer bekannt sind.
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