Rückschlag am ersten großen Berg

Auch Milram erlebt ein Fiasko

Foto zu dem Text "Auch Milram erlebt ein Fiasko"
Linus Gerdemann (Milram) auf der 8. Etappe der Tour de France Foto: ROTH

11.07.2010  |  (rsn) - "Alle acht verbliebenen Milram-Fahrer haben die schweißtreibende Hitzeschlacht in den französischen Alpen überstanden." So wie die Pressemitteilung des Teams Milram heute Nachmittag kann man es natürlich auch ausdrücken. Aber ist das wirklich das Ziel? Etappen überstehen? Vor allem vor dem Hintergrund der bisher vergeblichen Suche nach einem neuen Sponsor...

Nochmal die Pressemitteilung: "Bei Temperaturen von weit mehr als 30 Grad fuhr der Österreicher Thomas Rohregger als bester Fahrer des deutschen ProTour-Rennstalls nach 189 Kilometern zwischen Rousses und Morzine-Avoriaz den Schlussanstieg hoch und wurde 86." Mit 21,5 Minuten Rückstand.Linus  Gerdemann wurde mit 22 Min. 107., gefolgt von Wegmann als 108. Knees ist 117., mit 28 Minuten, dito Fröhlinger als 138., und Ciolek mit 32,5 Min. als 184.

Vermutlich muss man es wirklich so sehen wie Teamchef Gerry van Gerwen: „Solche Tage wie heute muss man überleben. Damit haben wir gerechnet. Es kommen noch ausreichend Etappen, auf denen wir einen Tagessieg erreichen können. Das Gesamtklassement war nicht unser Ziel", sagte der Niederländer. "Bisher hat die Mannschaft die Erwartungen erfüllt. Die Jungs haben sich den Ruhetag verdient.“

Auch Kapitän Linus Gerdemann hatte keine rechte Erklärung für seinen Einbruch: „Am ersten schweren Berg konnte ich der Tempoverschärfung von Sky nicht folgen. Als klar war, dass ich zu viel Zeit im Hinblick auf die Gesamtwertung verliere, habe ich es nicht mehr drauf angelegt", sagte der 27-Jährige. "Unser Ziel ist weiter ein Etappensieg.“

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