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06.01.2010 | (rsn) - Nach der Saison 2010 steigt Björn Glasner endgültig aus dem Sattel. Das verriet der 36-jährige Kuota-Kapitän im Interview mit Radsport News. Außerdem sprach der Gewinner der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt von 2004 über seine durchwachsene Vorjahressaison und gab einen Ausblick auf sein Leben nach der Profikarriere.
Wird 2010 definitiv Ihre letzte Saison sein?
Glasner: Ja, ich werde nach diesem Jahr Schluss machen. Es kommen jüngere Rennfahrer nach und das ist auch gut so. Außerdem müssen 31 Jahre Radrennen genug sein. Ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr jede Saison gefahren, darauf bin ich auch ein bisschen stolz.
Wie geht es nach dem aktiven Radsport für Sie weiter?
Glasner: Ich werde dem Radsport erhalten bleiben. Ich werde ab dem Sommer einen Internethandel mit Fahrradteilen und eigener Radmarke eröffnen. So kann ich meine jahrelange Erfahrung weitergeben. Ich freue mich schon sehr auf die neue Herausforderung. Außerdem plane ich gerade ein Abschiedsrennen mit alten Teamkollegen, Fahrern, Betreuern und Fans natürlich. Am liebsten würde ich es durch die Ahrweiler Innenstadt machen. Das hätte bestimmt einen besonderen Flair und dort könnte man anschließend auch die ein oder andere Flasche Rotwein trinken.
Was haben Sie sich für das Jahr sportlich vorgenommen?
Glasner: Ich möchte mich nicht nur bei/von den Rennen verabschieden. Bei Rund um Köln, dem Rennen in Frankfurt und der Bayern-Rundfahrt möchte ich schon ein Wörtchen mitreden. Motiviert bin ich auf jeden Fall noch, um mich im Training auf die Highlights vorzubereiten. Die Rennen in Deutschland werden ja leider immer weniger. Rennen wie die Regio Tour, die Rheinland Pfalz-, Hessen- oder Niedersachsen-Rundfahrt fehlen nicht nur den Continental-Teams. Da bin ich ja schon froh, dass ich keine 20 mehr bin. Als junger Rennfahrer hast du doch nur noch wenige Chancen, dich in Deutschland zu zeigen und für größere Teams zu empfehlen.
Warum lief es 2009 bei Ihnen nicht rund?
Glasner: Ich hatte eine Erkältung verschleppt, ständig weißen Schleim im Hals und konnte mich gar nicht regenerieren. Ich wurde dann nur auf die Symptomatik Hals behandelt. Bis ich im Sommer einen Lungenarzt aufsuchte, der feststellte, dass mein Lungenvolumen nur 80% eines Nichtsportlers hatte. Somit wusste ich auch, warum ich im Rennen immer sofort im “roten Bereich” war. Nach erfolgreicher Behandlung lief es bei der Sachsen-Rundfahrt ganz ordentlich, danach hatte ich aber kaum mehr Rennen, um die Saison noch einigermaßen zu retten.
Ihr Team Kuota-Indeland hat sich personell stark verändert, viele Leistungsträger sind gegangen. Was trauen der Mannschaft zu?
Glasner: Zuerst einmal sind wir stolz, wieder zwei Fahrern in die ProTour verholfen zu haben. Im letzten Jahr konnte schon, wenn auch über Umwege, Laurent Didier zu Saxo Bank wechseln. In diesem Jahr hat dann Andreas Stauff den Sprung zu Quick Step geschafft. Hier muss ich auch einmal meinen Teamchef Markus Ganser loben, der keinem Fahrer Steine in den Weg legt, um in ein größeres Team zu kommen. So hatte Stauffi schon bei uns unterschrieben, Markus ließ ihn aber sofort ziehen, als das Angebot von Quick Step kam. Dass mein Trainingskumpel Luke Roberts wieder den Sprung in die Creme de la Creme des Radsports geschafft hat, freut mich besonders. Er hatte mit seinem Sturz beim Training vor der Mallorca Challenge auch eine sehr lange Leidenszeit hinter sich und musste sich lange quälen um wieder zur alten Form zurück zu finden. Jetzt ist er hochmotiviert, hat im Winter viel trainiert und ich glaube, wir werden gleich zu Beginn der Saison von ihm einige gute Resultate sehen.
Das bedeutet, dass Kuota ohne einige der besten Fahrer die Saison in Angriff nehmen muss...?
Glasner: Natürlich haben wir den Kern der Mannschaft verändern müssen. Aber es ist uns gelungen, wieder ein paar junge, talentierte Fahrer zu verpflichten. Ich hoffe, dass sie hungrig genug sind, um sich bei uns weiter zu entwickeln, so dass ich auch im nächsten Jahr berichten darf: “Zwei Fahrer vom Team Kuota schaffen den Sprung in die ProTour”.
Die Fragen an Björn Glasner stellte Christoph Adamietz
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