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30.09.2009 | (rsn) - Keine ProTour-Lizenzen für Cofidis und Bbox Bouygues Telecom, zwei der am längsten existierenden Rennställe im internationalen Radsport. Sportliche Gründe seien ausschlaggebend gewesen, begründete ProTour-Manager Alain Rumpf die Entscheidung der UCI-Lizenzierungskommission.
> Die erste Reaktion von Bbox-Teamchef Jean-René Bernaudeau deutet darauf hin, dass man sich in Frankreich über den abhanden gekommenen ProTour-Status keine großen Sorgen macht. Die Tour de France-Teilnahme ist nicht in Gefahr und das französische Rennprogramm ist attraktiv genug – auch und gerade im Vergleich zu ProTour-Wettbewerben wie der Tour Down Under oder der Polen-Rundfahrt.
> Trotzdem dürfte es die Franzosen ärgern, dass sie von der UCI als zu schlecht für die ProTour beurteilt werden. Und das völlig zu recht. Bbox hat bisher 13 Siege in dieser Saison eingefahren, Cofidis 15. Das mag nicht viel sein im Vergleich zu den Überfliegern von Columbia. Aber in den Palmares der beiden Rennställe finden sich zwei Etappenerfolge bei der Tour de France sowie Tagessiege bei der Dauphiné und der Baskenland-Rundfahrt (Bbox) sowie ein Etappensieg und das Bergtrikot bei der Vuelta a Espana, dazu noch je ein Etappenerfolg bei der Dauphiné und Tirreno-Adriatico (Cofidis).
> Vergleicht man damit die sportlichen Bilanzen anderer Rennställe, darf man die Weisheit der Lizenzierungskommission noch stärker anzweifeln. Das Silence-Lotto-Team um Weltmeister Cadel Evans etwa kommt bisher auf acht Saisonsiege, genau wie das deutsche Team Milram, dem die Lizenz um ein Jahr verlängert wurde. Und bei der baskischen Euskaltel-Truppe halten sich die Anzahl von Dopingfällen und Saisonsiegen fast schon die Waage.
> Vielleicht ist es bei der UCI wie auf hoher See und vor Gericht: Man ist in Gottes Hand.
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