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Gilbert hatte etwa bei Hälfte der drei Kilometer langen Schlusssteigung attackiert. Voeckler setzte nach, konnte aber das Hinterrad des Belgiers nicht halten und passierte den Zielstrich mit zwei Sekunden Rückstand. Die Favoritengruppe, die vom Italiener Stefano Garzelli (Acqua e Sapone) angeführt wurde, erreichte das Ziel mit sieben Sekunden Rückstand. Der erwartete Angriff von Di Luca blieb im nicht sonderlich schweren Schlussanstieg aus.
Lange Zeit bestimmte eine acht Fahrer starke Spitzengruppe um Milram-Sprinter Robert Förster das Geschehen. Allerdings ließ das Feld unter der Leitung von LPR die Ausreißer nicht mehr als auf vier Minuten davonziehen und holte die Gruppe schließlich 50 Kilometer vor dem Ziel ein. Anschließend bereitete LPR einen Zwischensprint für Di Luca vor, der dabei die Zeitgutschriften ergattern sollte. Der Plan ging jedoch nach hinten los, da Mentschow der 33 Jahre alten Italiener noch überholen konnte und sich somit zwei Bonussekunden sichern konnte.
Auf den letzten 50 Kilometer versuchten dann mehrere Fahrer ihr Glück mit einer Attacke. Eine Gruppe um Markus Fothen (Milram) wurde recht schnell wieder gestellt. Erfolgsversprechender sah ein Quartett um Columbia-Profi Marco Pinotti aus. Aber auch diese Gruppe wurde schließlich zwei Kilometer vor dem Ziel zurückgeholt.
Kurz nach dem Zusammenschluss lancierte dann Gilbert seine Attacke, der nur Voeckler und zunächst noch Yaroslaw Popovych (Astana) folgen konnte. Der Ukrainer musste aber schnell die Segel streichen und fiel wieder in die erste große Gruppe zurück, während Gilbert und Voeckler den Sieg unter sich ausmachten. Mentschow und Di Luca belauerten sich im Schlussanstieg, attackierten aber nicht mehr und fuhren nebeneinander auf den Plätzen elf und zwölf über den Zielstrich.
Der 92. Giro d`Italia endet am Sonntag mit einem 14,5 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Rom.
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