CSC-Kapitän sauer auf Journalisten

Basso: "Erst fragen, dann schreiben"

Von Christoph Adamietz

20.05.2006  |  Ivan Basso gilt als ruhiger und zurückhaltender Zeitgenossen. So zeigte sich der CSC-Kapitän auch auf der Pressekonferenz nach dem Einzelzeitfahren, wo er in aller Ruhe die Fragen der Journalisten beantwortete - allerdings nur zu Beginn.

Gegen Ende der Pressekonferenz kritisierte der Träger des Rosa Trikots eine Zeitungsmeldung, wonach er immer noch mit Luigi Cecchini zusammenarbeite. Dieser hatte schon Trainingspläne für Jan Ullrich, Michele Bartoli, Damiano Cunego und Alessandro Petacchi erstellt. Cecchini war in den Dopingfall um den Sportmediziner Michele Ferrari verwickelt, aber im Jahr 2001 mangels Beweisen aber freigesprochen worden.

Eben jener Cecchini war über mehrere Jahre auch für die Bjarne Riis tätig und hatte 1996 mit zu dessen Tour de France Sieg beigetragen. Als der Däne sein CSC Team gründete, engagierte er den mittlerweile 62jährigen Italiener, damit dieser ihm bei der Ausarbeitung der individuellen Trainingspläne und der Entwicklung von neuen Trainingsmethoden helfe. Basso, der 2004 zum CSC-Team stieß, hatte nach eigener Aussage nur wenig Kontakt zu Cecchini und beendete schließlich im Juli 2005 seine Zusammenarbeit mit dem Italiener.

Dass eine Zeitung gegenteiliges behauptete, brachte den sonst so freundlichen Basso auf die Palme. „Bevor ihr so was schreibt, kommt zuerst zu mir und fragt mich“, kommentierte er die angebliche Zusammenarbeit. „Ich arbeite nämlich nicht mit Cechini zusammen. Ich arbeite mit Bjarne Riis und der macht meine Trainingspläne. Wenn ihr Journalisten mir nur mal beim Training zuschauen würdet, dann würdet ihr sehen, wie wir trainieren und wie unsere Philosophie aussieht. Ich mag es nicht wenn man Unwahrheiten über mich schreibt. Fragt erst, bevor ihr so etwas veröffentlicht.“ Ob sich auch alle Zeitungen künftig daran halten werden?

Quelle: cyclingnews.com

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