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20.05.2004 | Die elfte Etappe des 87. Giro d’Italia hat für reichlich Spannung und Nervosität im Peloton gesorgt die Fahrer aus dem Team Gerolsteiner ließen sich von der allgemeinen Unruhe aber nicht anstecken und erledigten ihren Job auf der 228 Kilometer langen Fahrt von Porto Sant Elipidio nach Cesena vorzüglich. So ist Sven Montgomery in der Gesamtwertung weiter Zwölfter mit 1:56 Minuten Rückstand auf Spitzenreiter Damiano Cunego (Italien/Saeco). Und Fabian Wegmann darf das Grüne Trikot des Besten in der Bergwertung nun wieder als rechtmäßiger Besitzer tragen. Den Etappensieg sicherte sich der junge Italiener Emanuele Sella, der als Solist ins Ziel kam.
“Wir haben gewusst, dass die Etappe einiges durcheinander bringen wird. Im Fernsehen konnte man gar nicht erkennen, wie steil die Berge wirklich sind“, sagte Christian Henn, Sportlicher Leiter der Mineralwasser-Equipe. Vor allem der letzte Anstieg der Etappe sorgte für reichlich Bewegung im Peloton. Von dieser Aufbruchstimmung ließ sich Montgomery aber nicht überraschen. „Sven ist bei seinen Leuten geblieben. Er hat seine Konkurrenten genau beobachtet“, sagte Henn über den Gerolsteiner-Kapitän. Im Ziel kam der Schweizer schließlich 49 Sekunden hinter Sella auf Platz 25 an, gleichauf mit den Favoriten auf den Gesamtsieg.
Fabian Wegmann zeigte unterdessen erneut sein Gespür für Fluchtgruppen, und dass er um das Grüne Trikot kämpft. Bereits nach rund 30 Kilometern setzte sich der Gerolsteiner gemeinsam mit seinem Teamkollegen Marcel Strauss und anderen Ausreißern vom Hauptfeld ab. „Fabian hat wieder die richtige Gruppe erwischt“, freute sich Henn über die Fahrweise seines 23 Jahre alten Schützlings. Die erste Bergwertung des Tages entschied Wegmann für sich, am zweiten Kulminationspunkt wurde er Zweiter. Damit baute der Gerolsteiner sein Konto auf 30 Punkte aus und übernahm dadurch die Führung in der Bergwertung. Der Freiburger ist nun wieder rechtmäßig in Grün; bis heute hatte er es quasi leihweise vom bis dato Führenden Cunego (28 Punkte) übernommen, der im Rosa Trikot an den Start geht. Und Wegmann ist das Maglia verde nun zumindest bis kommenden Dienstag sicher, da auf den anstehenden Etappen keine gravierenden Bergwertungen auf dem Programm stehen.
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