Valencia: Wind sorgt für Rennen außer der Wertung

Evenepoel im Zeitfahren auch auf dem Straßenrad der Schnellste

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Evenepoel im Zeitfahren auch auf dem Straßenrad der Schnellste"
Remco Evenepoel hat das Zeitfahren der Valencia-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

05.02.2026  |  (rsn) – Es sind die Ausläufer des Sturmtiefs Leonardo, das in Marokko, Portugal und auch Teilen Spanien große Schäden angerichtet, welche nun auch die Valencia-Rundfahrt (2.Pro) beeinträchtigt haben. Aufgrund starker Winde entschied die Jury in Abstimmung mit den Teams und allen weiteren Verantwortlichen, das Einzelzeitfahren der 2. Etappe über 17,5 Kilometer von Carlet nach Alginet nicht für die Gesamtwertung zu zählen. Dazu waren keine Zeitfahrräder erlaubt. Einen Tagessieger gab es aber doch. Und der heißt Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe). Der Weltmeister siegte in 20:12 Minuten und war damit acht Sekunden schneller als sein Teamkollege Aleksandr Vlasov. Dritter wurde Mathias Vacek (Lidl – Trek), 16 Sekunden hinter Evenepoel.

"Es gab einen Etappensieg zu holen, und ich wollte auch die Organisatoren respektieren", sagte Evenepoel nach seinem Rennen an den Mikros. "Sie beschlossen, den Kampf um den Tagessieg offenzulassen, und ich entschied mich, ihn anzunehmen. Wir müssen auch in unseren Köpfen echte Sportsmänner sein und bereit für ein bisschen Flexibilität. Für mich war es kein großer Unterschied, weil ich weiß, dass ich auch auf einem normalen Rad ziemlich schnell fahren kann. Wir haben beschlossen, um den Sieg zu fahren, und ich denke, das war eine gute Entscheidung."

Allerdings gingen nicht alle potenziellen Favoriten auf die Gesamtwertung oder ein vorderes Ergebnis im Zeitfahren mit dieser Einstellung ins Rennen. Joao Almeida (UAE - Emirates - XRG) etwa ließ es betont ruhig angehen und kam mit fast vier Minuten Rückstand auf Evenepoel ins Ziel. Auswirkungen hatte das allerdings nicht. "Einige Böen waren schon extrem, aber es wäre wahrscheinlich trotzdem gegangen, ein richtiges Rennen zu fahren. Die Entscheidung, auf Zeitfahrräder zu verzichten, war aber schon die Richtige, denke ich. Es kommen jetzt noch weitere Tage, die die Entscheidung bringen können."

Durch die Vorab-Annullierung der Ergebnisse bleibt Biniam Girmay (NSN) der Gesamtführende. Da auf dem dritten Teilstück allerdings die ersten Berge anstehen, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass er es einen weiteren Tag verteidigen kann.

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