Auch Schweiz im Programm des Weltmeisters

Pogacar greift 2026 wieder die Klassiker und die Tour an

Von Felix Mattis aus Benidorm und Jan Zesewitz

Foto zu dem Text "Pogacar greift 2026 wieder die Klassiker und die Tour an "
Tadej Pogacar nimmt auch 2026 Paris-Roubaix in Angriff. | Foto: Cor Vos

13.12.2025  |  (rsn) – Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix – das sind die ganz großen Meilensteine, die im Trophäenschrank von Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) noch fehlen. Auf beide Monumente des Radsports wagt der Slowene auch im Jahr 2026 einen erneuten Angriff. Vergangenes Jahr wurde er Zweiter in Roubaix und Dritter in Sanremo – jeweils hinter Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck).

“Ich will Roubaix gewinnen, aber ich bin davon nicht so besessen, wie die Leute denken“, sagte Pogacar beim Medientag seines Teams im spanischen Benidorm. Das Rennprogramm des Dominators liest sich ähnlich zum Vorjahr, mit ein paar Änderungen im späten Frühling.

Das erste Saisonrennen wird Strade Bianche (1.UWT) sein, das er in den vergangenen Jahren gewinnen konnte. Das nächste Rennen wird der andere “weiße Wal“ seiner Karriere sein: Mailand-Sanremo (1.UWT). Über die Flandern-Rundfahrt (1.UWT) geht es zu Paris-Roubaix (1.UWT) und anschließend zu Lüttich-Bastogne-Lüttich (1.UWT). Mit den beiden Schweizer einwöchigen Rundfahrten Tour de Romandie (2.UWT) und Tour de Suisse (2.UWT_ könnte Pogacar seinem Palmarès noch weitere “neue“ Rennen hinzufügen. Bei beiden Etappenrennen stand er bisher noch nicht am Start.

Die Klassiker sind der klare Fokus der ersten Saisonhälfte, die er mit seinem gewohnt straffen Programm vereinen muss. "Manchmal würde ich gern einfach ein paar einwöchige Rundfahrten am Saisonanfang bestreiten", sagte er. "Aber das bin ich nicht. Anderseits verstehe ich jeden, der ein anderes Programm fahren will und ich akzeptiere natürlich Remco (Evenepoels) Entscheidung, dass er die Klassiker nicht fahren will."

Erholsame Offseason – und Raum für Verbesserungen

Nach einem Jahr, das seinem Erfolg von 2024 mindestens ebenbürtig war, mit dem erneuten WM-Titel, Tour-Triumph und den Siegen bei der Flandern-Rundfahrt, de Critérium du Dauphiné (2.UWT) und Il Lombardia (1.UWT), begab sich Pogacar nach dem Monument in Italien in die Offseason. Die sei sehr gut verlaufen, aber “wie immer zu kurz“. Jetzt geht es wieder los: “Es war ein guter Reset, ich habe viele verschiedene Dinge gemacht, aber jetzt geht es im Trainingscamp wieder Vollgas los.“

Müsste sich der Slowene zwischen Tour und Roubaix-Erfolg entscheiden, würde er wohl letzteres wählen: "Ich würde Roubaix wählen, denn die Tour habe ich schon viermal gewonnen und der Unterschied zwischen null und eins ist größer, also wäre die Entscheidung klar." Ob es sein Team genauso sehen würde? "Wenn ich nur Roubaix oder die Tour fahren könnte, wäre das die Entscheidung des Teams. Wahrscheinlich wäre das die Tour de France. Bei Roubaix gibt es immer das Risiko, dass man stürzt und sich die Knochen bricht. Das kann aber auch im Training passieren. Wir gefährden die Tour jeden Tag. Daran kann man nichts ändern."

Del Toro statt Almeida an seiner Seite in Frankreich

Bei der Tour de France wird Pogacar 2026 nicht auf seinen Edelhelfer und Leutnant Joao Almeida zählen können, der seinerseits beim Giro um den Gesamtsieg fahren will. Stattdessen ist Shootingstar Isaac Del Toro an seiner Seite, der nach einem sehr unterschiedlichen Rennprogramm zu Pogacar 2025 nun viele Rennen an der Seite des Leaders fahren soll.

“Ich hoffe, dass er in meine Fußstapfen treten kann, vielleicht sogar noch besser werden kann als ich“, sagte Pogacar über den jungen Mexikaner. “Er hat damit begonnen, seinen eigenen Weg zu gehen. Er hat seinen eigenen Stil und ich bewundere ihn. Ich hoffe, dass er noch lange so weitermachen kann und das Radfahren so sehr genießen kann, wie er es gerade tut.“ Bei Strade Bianche, Mailand-Sanremo und der Tour de France kann sich Pogacar aus erster Hand von der Unbekümmertheit seines Teamkollegen überzeugen.

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