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23.02.2025 | (rsn) – Mit einem starken Finale hat sich Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) nicht nur das abschließende Zeitfahren, sondern auch den Gesamtsieg bei der 51. Volta ao Algarve (2.Pro) gesichert. Der 28-jährige Däne benötigte für die 5. Etappe über 19,6 Kilometer von Salir zum Alto do Malhao 28:25 Minuten und war damit elf Sekunden schneller als sein belgischer Teamkollege Wout Van Aert.
Dritter wurde mit 15 Sekunden Rückstand der Italiener Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) vor dem Franzosen Romain Gregoire (Groupama – FDJ / +0:30) und Maximilian Schachmann (Soudal – Quick-Step / +0:19), der nach einem beindruckenden Auftritt auf Platz fünf bester deutscher Profi war.
"Ich bin natürlich sehr glücklich. Es war ein guter Tag für mich und das Team. Ich freue mich über den Gesamtsieg, aber auch über die Revanche für das, was mir in den letzten Tagen passiert ist. Meine Tochter sagte mir, dass ich heute gewinnen muss. Das gab mir Extramotivation“, sagte Vingegaard, der erst im Schlussanstieg den entscheidenden Vorsprung herausfuhr. “Es war ein schönes Zeitfahren und ich habe es genossen. Ich mag solche Zeitfahren und sie liegen mir gut. Natürlich kommt es auf die Beine an, denn hast du keine guten Beine, dann spürst du das gewaltig hier rauf. Bei mir war es das Gegenteil, ich hatte gute Beine. Ich fühlte mich gut und wollte heute gut abschneiden.“
"Den Kletterern liegt dieses Zeitfahren sehr gut, weil schon der erste Teil sehr hügelig ist. Da ist es schwer, das Tempo gut zu wählen. Mein Gefühl war nicht gut, weil ich immer gelitten und mich auf dem Rad nicht wohlgefühlt habe. Im Zeitfahren muss das aber kein schlechtes Zeichen sein. Ich bin sehr zufrieden“, sagte Van Aert, der am Fuß des Schlussanstiegs noch die Bestzeit gehalten hatte und dann als einer der wenigen Spitzenfahrer von der Zeitfahrmaschine auf das Straßenrad umstieg. “Der Wechsel hat sich ausgezahlt, weil ich richtig schnell den Berg hochgekommen bin. Die anderen haben ziemlich aufgeholt auf mich. Für mich war es aber die richtige Entscheidung“, fügte der 30-Jährige an.
Der als letzter Fahrer gestartete Jan Christen (UAE Team Emirates – XRG) kam mit 48 Sekunden Rückstand ins Ziel und musste sein Gelbes Trikot an Vingegaard abgeben, der sich in der Gesamtwertung noch vom sechsten auf den ersten Platz verbesserte. Mit 15 Sekunden Rückstand beendete der Portugiese Joao Almeida (UAE Team Emirates – XRG) sein Heimspiel auf dem zweiten Platz vor dem Belgier Laurens De Plus (Ineos Grenadiers / +0:24), der Rang drei behauptete.
Gregoire (+0:36) rückte noch auf den vierten Gesamtrang vor, Schachmann (+0:40) beendete die Rundfahrt als Fünfter. Dagegen büßte sein letztjähriger Teamkollege Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) als Etappenzwölfter noch eine Position ein und musste sich mit dem achten Platz im Schlussklassement begnügen. Christen fiel noch auf Rang zehn zurück.
Zum Finale der Algarve-Rundfahrt standen im Kampf gegen die Uhr knapp 20 Kilometer an, wobei es bis zum Fuß des gut zwei Kilometer langen und gut neun Prozent steilen Schlussanstiegs über welliges Terrain ging.
Für eine erste kleine Überraschung sorgte Callum Thornley von den Bull - Boras - hansgrohe Rookies, der wie bereits bei der Mallorca Challenge bei den Profis zum Einsatz kam. Der 20-jährige Brite, der 2024 im Trikot von Trinity Racing die Tour of Britain für sich hatte entscheiden können, erzielte mit 30:23 Minuten eine Bestzeit, an die weder der Deutsche Zeitfahrmeister Nils Politt (UAE Team Emirates – XRG) noch sein routinierter Landsmann Geraint Thomas (Ineos Grenadiers) herankam.
Kurz darauf übernahm mit James Shaw (EF Education – EasyPost) ein anderer Brite die Führung, ehe der Schwedische Zeitfahrmeister Jakob Söderqvist (Lidl – Trek) mit 29:04 eine weitere deutliche Bestmarke setzte, an die Ganna nicht herankam; dafür übernahm Van Aert mit deutlichen 28 Sekunden Vorsprung die Führung und hielt sie danach lange Zeit.
Das Streckenprofil der 5. Etappe der Algarve-Rundfahrt | Foto: Veranstalter
Der Schweizer Meister Stefan Küng (Groupama – FDJ), als Vierter an der ersten Zwischenzeit im Flachen bereits rund zehn Sekunden hinter Ganna, Van Aert und Söderqvist, büßte dann im Schlussanstieg weiter Boden ein und verpasste letztlich sogar deutlich die Top 25. Dagegen kam Tiberi bis auf drei Sekunden an Van Aert heran. Nach einer starken Vorstellung, bei der er sich von Messpunkt zu Messpunkt im Klassement verbesserte, reichte es für Schachmann letztlich zu Rang fünf, nachdem Gregoire noch an ihm vorbeigezogen war.
Nur um wenige Zehntel verpasste der Tschechische Zeitfahrmeister Mathias Vacek (Lidl – Trek) Gannas Bestzeit am ersten Messpunkt, an dem Vingegaard Fünfter war, wogegen Almeida hier bereits 23 Sekunden hinter dem Italiener lag und damit noch hinter De Plus und Christen, der als Achter gelistet wurde. Noch schlechter lief es bei Roglic, der sich um Platz 30 herum bewegte. Auch wenn er an der Schlussrampe noch Boden gutmachte, reichte es für den Slowenen nur zu Tagesrang zehn. Besser machte es De Plus, der trotz eines missratenen Radwechsels noch Achter am Alto do Malhao wurde und damit seinen Podiumsplatz verteidigte.
Kurz darauf musste Van Aert seinen Platz auf dem Hot Seat räumen, nachdem Vingegaard mit einem starken Kletterfinale die Zeit seines Teamkollegen um elf Sekunden unterboten hatte. Almeida konnte zwar ebenfalls noch seine Kletterqualitäten ausspielen, aber mehr als der sechste Platz hinter Schachmann sprang nicht mehr heraus – womit der Portugiese auch den Gesamtsieg verpasste.
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