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20.01.2023 | (rsn) – Alberto Bettiol hat einen Tag nach seinem emotionalen Ausraster im Finale der 2. Etappe der Tour Down Under (2.WT) sein Verhalten bedauert. "Ich will mich dafür entschuldigen, die Flasche geworfen zu haben", sagte der Italiener zu cyclingnews.com und erklärte: "So bin ich nicht. Wer mich kennt, der weiß das auch. Aber wir sind eben auch keine Roboter, sondern Menschen und werden manchmal emotional oder frustriert und machen Fehler."
Er akzeptiere die Strafe der Jury und betonte, dass er froh sei, überhaupt noch im Rennen zu sein. Die UCI hatte den Italiener zu einer Geldstrafe von 1.000 Schweizer Franken verdonnert und ihm 50 Weltranglistenpunkte gestrichen. "Ich kann froh sein, dass sie mich nicht disqualifiziert haben", übte sich Bettiol in Demut. "Ich denke. das zeigt auch, dass sie verstanden haben, dass wir alle nur Menschen sind und Fehler machen."
Der Sieger der Flandern-Rundfahrt 2019 war am Donnerstag auf dem Weg in Richtung Victor Harbor zwölf Kilometer vor dem Etappenziel aus der ersten großen Verfolgergruppe der fünf Spitzenreiter an einem kleinen Hügel zurückgefallen, weil ihn Krämpfe in beiden Oberschenkeln plagten. Bettiol, der dort nach seinem Prolog-Sieg noch das Ockerfarbene Führungstrikot trug, hielt an, um die Krämpfe zu lösen. Als ein TV-Motorrad neben ihm stoppte, um ihn zu filmen, schrie der 29-Jährige das Kamerateam an und forderte es auf, weiter zu fahren. Als das nicht sofort geschah, nahm er seine Trinflasche und warf sie nach dem Motorrad.
"Ich versuche meine Emotionen immer zu kontrollieren, wenn ich Rennen fahre. Aber ich war in diesem Moment einfach enttäuscht, weil ich gerade das Führungstrikot der Tour Down Under verlor", kommentierte Bettiol die Szenen nun und fügte an: "Ich wollte niemanden verletzen oder angreifen, es war eine impulsive Geste. Als das Motorrad neben mir stoppte, habe ich sie weg gewunken, aber sie blieben stehen und so sah ich plötzlich rot und warf die Flasche nach ihnen. Es war ein Fehler und ich will mich öffentlich bei dem Motorradfahrer, dem Kameramann, dem Rennen und meinem Team sowie meinen Teamkollegen dafür entschuldigen."
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