38 Menschen erhalten Schweizer Visa

UCI beteiligt sich an Evakuierungsaktion aus Afghanistan

Foto zu dem Text "UCI beteiligt sich an Evakuierungsaktion aus Afghanistan"
UCI-Präsident David Lappartient | Foto: Cor Vos

11.10.2021  |  (rsn) - Der Radsportweltverband UCI hat im Rahmen einer internationalen Hilfsaktion, an der sich neben verschiedenen Regierungen auch Sylvan Adams, Eigentümer der Israel Start-Up Nation, die Nicht-Regierungsorganisation IsraAID sowie der Asiatische Radsportverband (ACC) und der Fußballweltverband FIFA beteiligten, mit dazu beigetragen, dass bisher 165 afghanische Bürgerinnen und Bürger das vom Bürgerkrieg zerrissene Land verlassen konnten.

Nach der Machteroberung durch die radikalislamischen Taliban im August wurde die Lage für zahlreiche Bevölkerungsgruppen, besonders für Frauen, immer bedrohlicher. Wie die UCI in einer Pressemitteilung schrieb, habe sie sich an der Evakuierung von Menschen aus Afghanistan beteiligt, darunter Radfahrerinnen und Mitglieder des Radsportmanagements, Künstlerinnen, eine Richterin, eine Reihe von Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, die alle über Tirana/Albanien nach Europa gelangen konnten. 38 dieser Menschen, die offensichtlich alle in einer Verbindung zum Radsport stehen, können sich in der Schweiz niederlassen, die anderen erhalten Schutz in Kanada, Frankreich, Israel und in den USA.

Die Schweizer Regierung hatte dieser Evakuierung durch die Erteilung humanitärer Visa bereits in der zweiten Augusthälfte zugestimmt, “da es sich um besonders gefährdete Personen handelte, die einem erheblichen Risiko ausgesetzt waren“, hieß es in der Pressemitteilung weiter. In der Schweiz können die Evakuierten Asylanträge stellen. Die UCI hofft, dass die Menschen in naher Zukunft dem World Cycling Center (WCC) beitreten können, dem Trainings- und Coachingzentrum der UCI in Aigle, an dem Radsporttalente von allen fünf Kontinenten ausgebildet werden. In Aigle werden den Evakuierten auch Unterkunftsmöglichkeiten geboten.

“Für die UCI ist es sehr wichtig, sich für die unter der aktuellen Situation in Afghanistan leidenden Mitglieder der Radsportfamilie zu engagieren, und ich freue mich, dass unsere Bemühungen den betroffenen Menschen Chancen auf ein menschenwürdiges Leben eröffnen“, sagte UCI-Präsident David Lappartient. “Ich möchte den Regierungen der Schweiz, Frankreichs, Kanadas, Albaniens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Israels sowie anderer Länder, die an diesem Projekt mitgewirkt haben, meinen aufrichtigen Dank aussprechen.“

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