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12.08.2019 | (rsn) - Das Wetter präsentierte sich typisch schottisch, aber über dem in Dänemark lizenzierten Team Bigla lachte am Wochenende bei der Premiere der Women's Tour of Scotland (Kat. 2.1) trotzdem die Sonne. Der in der Schweiz beheimatete Rennstall durfte zum Rundfahrt-Abschluss in Edinburgh vier der fünf verfügbaren Wertungstrikots mit nach Hause nehmen. Einzig die beste Schottin stellte man nicht. Den Gesamtsieg trug die US-Amerikanerin Leah Thomas davon, die sich in Schottlands Hauptstadt auch die Schlussetappe sicherte. Am Vortag bereits Etappenvierte, sicherte sich Thomas auch die Punktewertung, während ihre Teamkolleginnen Cecilie Uttrup Ludwig und Nikola Noskova das Berg- und das Nachwuchstrikot gewannen.
"Wir kamen mit großen Ambitionen nach Schottland. Einer unserer treuesten Partner, Endura hat seinen Hauptsitz nur 25 Kilometer von hier entfernt", erklärte Bigla-Teamchef Thomas Campana nach der Schlussetappe in Edinburgh laut Pressemitteilung seines Rennstalls. "Es war uns eine Ehre in dieser Gegen das Rennen zu bestreiten. Wir hatten von Beginn an vor, auf die Gesamtwertung zu fahren."
Nach dem ersten der drei Tage aber wurde das Gelbe Trikot in Dunfermline gar nicht vergeben, weil die Auftaktetappe wegen sintflutartigen Regenfällen abgebrochen werden musste. Das Wasser stand zu tief auf den Straßen. Dennoch hatte Ludwig da bereits Punkte für die Bergwertung gesammelt und das Blaue Trikot mit den Weißen Punkten übernommen.
Tagsdrauf wollte Bigla in Glasgow die 2. Etappe gewinnen, wurde aber von der Kanadierin Alison Jackson (Tibco - SVB) schließlich geschlagen, die das Teilstück im Sprint eines auf knapp 50 Frauen reduzierten Feldes gewann. Entscheidend sollte also die mit hügeligen Schlussrunden um Edinburgh gespickte Schlussetappe werden, an deren Ende Thomas sich vor Bigla-Teamkollegin Elise Chabbey durchsetzte, um sich auch dank der an den Zwischensprints eroberten Bonifikationen schließlich an Jackson vorbei ins Gelbe Trikot zu schieben.
Während aus Österreich keine einzige Fahrerin am Start der Women's Tour of Scotland stand, hielt Beate Zanner für das britische Team Torelli Sport als Einzige die deutsche Fahne hoch. Die 36-jährige Gesamtfünfte der Lotto Thüringen Ladies Tour kam in Schottland mit 38 Sekunden Rückstand auf Siegerin Thomas auf den 22. Gesamtrang.
Parallel zu den Europameisterschaften von Alkmaar ausgetragen, wurde die Premiere der Women's Tour of Scotland nicht durch ein herausragendes Starterfeld verwöhnt. Aus den Top 40 der Weltrangliste stand neben Cecilie Uttrup Ludwig lediglich Alison Jackson am Start. Parkhotel Valkenburg (7.), Bigla (11.), Alé Cipollini (12.) und Valcar - Cylance (13.) waren die laut Team-Weltrangliste stärksten Mannschaften, die genannt hatten.
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