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24.05.2019 | (rsn) - Als die Tour de l`Ain letztmals im August ausgetragen wurde, sicherte sich Thibaut Pinot (Groupama - FDJ) im Jahr 2017 den Gesamtsieg. Nachdem der Franzose seine Heimatrundfahrt an deren neuen Austragungstermin Ende Mai 2018 wegen seiner Giro-Teilnahme auslassen musste, kehrt der 28-Jährige nun wieder zur diesjährigen Ausgabe zurück, allerdings mit gedämpften Ambitionen.
Denn nach einer knapp zweimonatigen Wettkampfpause läutet Pinot mit der Tour del`Ain seine Vorbereitung auf die Tour de France ein und sieht sich deshalb noch nicht in der Lage, auf Gesamtsieg zu fahren. "Im Juni und Juli muss ich voll im Saft stehen. Es wird eine lange und schwere zweite Saisonhälfte. Nach fünf Wochen Training habe ich aber das Gefühl, dass die Form langsam kommt", so der Kletterspezialist, der auch deshalb so lange pausierte, weil er nach der Katalonien-Rundfahrt Ende März krank wurde und zehn Tage lang Antibiotika einnehmen musste.
Zum Einrollen wird ihm die heutige Flachetappe nach Saint-Vulbas dienen. Aber morgen und am Sonntag stehen zwei anspruchsvolle Bergetappen auf dem Programm. Am Samstag müssen auf den letzten 60 Kilometern zwei Bergwertungen der 1. Kategorie sowie eine, wenn auch nicht sonderlich steile, Schlusssteigung zum Col de la Faucille bewältigt werden.
Am Schlusstag schließlich müssen zwar nur 118 Kilometer zurückgelegt werden, allerdings steht auch diesmal eine Bergankunft an, und zwar am berühmten Grand Colombier. Der Anstieg der Ehrenkategorie ist 17 Kilometer lang und im Schnitt über sieben Prozent steil. An einem dieser beiden Tage wolle er sich testen, wie Pinot ankündigte. "Die Gesamtwertung ist kein Ziel, aber ich werde mein bestes geben. Die Profile sollten mir liegen", sagte der Groupama-Kapitän, der bereits bei der Tour de l`Ain 2011 am Grand Colombier jubeln konnte.
Seine Kontrahenten in diesem Jahr werden Pierre Rolland (Vital Concept), Alexandr Geniez, Mathias Frank (beide AG2R), Elie Gesbert (Arkéa Samsic), Lilian Calmejane, Rein Taaramae (beide Total Direct Energie) und Nicolas Edet (Cofidis) sein.
Nach der Tour de l`Ain wird Pinot das Critérium du Dauphiné bestreiten. Zuvor wird er aber mit seinen Teamkollegen in den Vogesen für das Mannschaftszeitfahren der diesjährigen Tour de France trainieren. "Die Dauphiné wird die Generalprobe für die Frankreich-Rundfahrt sein. Es ist ein wichtiges Rennen und ich hoffe, dass ich dort Erfolg haben werde", blickte Pinot voraus. "Ich will meiner Form nicht hinterherlaufen. Aber sie soll auch nicht zu schnell kommen, dann das bringt auch nichts", schloss Pinot, der heute mit der Startnummer 1 ins Rennen gehen wird.
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