Corinna Lechner wird Dritte bei Porec Classic

Wheel Divas feiern gelungenen Saisonauftakt

Von Judith Krahl

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Erfolgreich in die neue Saison gestartet: Corinna Lechner (Wheel Divas) wird Dritte in Porec. | Foto: Team

09.03.2026  |  (rsn) - Mit der Umag Classic Ladies (1.2) am vergangenen Mittwoch und der Porec Classic Ladies (1.2) am Wochenende starteten die beiden deutschen Frauen-Kontinentalteams Wheel Divas und LKT in die neue UCI-Straßensaison. Für das Berliner Team der Wheel Divas begann die Saison vielversprechend. Beim Auftaktrennen in Umag sprintete Romy Kasper auf Rang zwölf.

Nur wenige Tage später folgte in Porec der erste große Erfolg: Corinna Lechner fuhr auf den dritten Platz und bescherte dem Team damit direkt eine Podiumsplatzierung. Während die Wheel Divas einen nahezu perfekten Auftakt erlebten, musste sich LKT zunächst mit kleineren Erfolgserlebnissen zufriedengeben.

Kasper und Lechner als starkes Leadout-Team

Die Wheel Divas, die für diese Saison erstmals eine Kontinentalteam-Lizenz gelöst haben, setzten in Kroatien vor allem auf Erfahrung. Mit Kasper und Lechner verfügte das Team über zwei routinierte Fahrerinnen, die als Road Captains die Verantwortung übernahmen und die Aufgaben innerhalb der Mannschaft klar verteilten. Kasper, die in dieser Saison eigentlich verstärkt im Gravel-Bereich unterwegs ist, übernahm dabei die Rolle der Anfahrerin für Lechner. Diese konnte ihre Endschnelligkeit bereits in mehreren kleineren UCI-Rennen unter Beweis stellen.

Die Rennverläufe in Umag und Porec ähnelten sich: In beiden Fällen kam es nach einem schnellen und von Attacken geprägten Rennen zu einem Sprint aus einer größeren Gruppe. Beim ersten Rennen lief für die Wheel Divas zunächst alles nach Plan, wie Kasper schilderte. "Es war mein zweites Rennen mit den Wheel Divas. Bis 800 Meter vor dem Ziel hat eigentlich alles gut funktioniert, für das erste Rennen war das wirklich super", erklärte sie gegenüber RSN.

Durch aufmerksame Fahrweise hatten die Wheel Divas die vielen Attacken unter Kontrolle. | Foto: Wheel Divas/ Mario Stiehl

Kurz vor dem Sprint kam es jedoch zu einem Zwischenfall im Kreisverkehr, der die ursprüngliche Taktik durcheinanderbrachte. "Dass jemand Corinna beim Lead-out im Kreisverkehr vor die Karre fährt und ich dann am Ende selbst sprinten muss 'nur' auf Platz zwölf, war so nicht geplant", sagte Kasper. "Aber mit dem Großen und Ganzen waren wir am Mittwoch trotzdem zufrieden und konnten darauf aufbauen."

Dramatisches Finale und Podium in Porec

Im zweiten Rennen zeigte sich das Team deutlich eingespielter. Das Tempo war von Beginn an hoch, auf dem welligen Rundkurs wurde immer wieder attackiert. "Die Runde war nicht super anspruchsvoll, aber ständig wellig. Es wurde viel angegriffen, aber wir sind nie ins Hintertreffen geraten und hatten immer jemanden vorne dabei", berichtete Kasper.

Eine Schrecksekunde gab es dennoch in der Schlussphase: In der letzten Runde war Kasper in einen Sturz verwickelt. "Ich musste das Vorderrad wechseln, durch die Autos zurück ins Feld fahren und kam erst drei Kilometer vor dem Ziel wieder zu Corinna", schilderte sie.

Trotzdem gelang es dem Team, den Sprint noch einmal perfekt vorzubereiten. "Auf den letzten anderthalb Kilometern hat Paula Gloning noch einmal die Führung übernommen, sodass ich kurz durchatmen konnte", sagte Kasper. "Ich bin dann wirklich mit letzter Kraft bis zum letzten Kreisverkehr gefahren und habe Corinna etwa 450 Meter vor dem Ziel an zweiter Position abgeliefert."

Lechner nutzte die Ausgangsposition optimal und sicherte dem Team Rang drei. "Corinna hat das super abgeschlossen. Es war eine Millimeterentscheidung zu unseren Gunsten", so Kasper. "Eine Podiumsplatzierung im zweiten Rennen war zwar ein Ziel, aber umso schöner ist es, wenn man es dann auch wirklich erreicht."

Ziel erreicht: Nach starker Teamleistung freuten sich die Wheel Divas über das Podium. | Foto: Team

LKT sammelt erste Erfahrungen

Für das LKT-Team verlief der Saisonstart etwas ruhiger. Beim Auftaktrennen in Umag blieb das Team ohne Top-Ergebnis, in Porec konnte Neuzugang Clara Jäger immerhin eine Platzierung unter den ersten 20 einfahren.

Teamchef Steffen Blochwitz zeigte sich mit dem Einstieg dennoch zufrieden und verwies auf den Charakter des Rennens. "Der Rundkurs war im Vergleich zum letzten Jahr etwas leichter", erklärte er. "Es gab zwar viele Attacken, aber die wurden schnell wieder gestellt. Am Ende lief alles auf einen herzaften Sprint hinaus." Die Zielgerade stellte dabei eine besondere Herausforderung dar. "Herzhaft deshalb, weil sie etwa einen Kilometer lang leicht ansteigend war", so Blochwitz.

Im Finale arbeitete das Team für Jäger. "Lena (Reißner, Anm. d. Red.) fährt für Clara an, die dann in den Top 20 ins Ziel fährt. Wenn das im Vorfeld noch etwas besser geklappt hätte, wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen."

Trotzdem zieht der Teamchef ein positives Fazit des Auftaktwochenendes. "Wir waren insgesamt zufrieden mit der Platzierung und dem Einstieg. Alle Mädchen, auch die jungen Fahrerinnen, konnten das Niveau gut mitfahren und sich teilweise sogar einbringen. Diese Erfahrung nehmen wir jetzt mit."

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