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24.06.2015 | (rsn) - Silvan Dillier hat bei den Schweizer Meisterschaft im Zeitfahren die Chance genutzt, die sich dem BMC-Profi durch den Startverzicht von Titelverteidiger Fabian Cancellara bot. Der Vorjahresdritte absolvierte am Mittwoch in Lausanne die zwei Runden (39,4 km) auf einem hügeligen Terrain in der Zeit von 50:03 Minuten und war damit um 1:16 Minute schneller unterwegs als Reto Hollenstein vom IAM-Team. Die Bronzemedaille sicherte sich Steve Morabito (+1:18).
„Es ist immer schön, den Titel zu haben und es tut gut, da ich in der bisherigen Saison noch nicht viel Glück gehabt habe. Jetzt kommt alles zusammen“, freute sich Dillier, der erstmals in diesem Jahr ein Rennen für sich entscheiden konnte – und seinen ersten Einzelsieg feierte, seit er 2014 Profi wurde. Im vergangenen Jahr stand der 24-Jährige im BMC-Aufgebot, das bei der Straßen-WM in Ponferrada die Goldmedaille im Teamzeitfahren holte.
Als U23 Fahrer wurde er von 2010 bis 2012 dreimal in Folge Schweizer Zeitfahrmeister (2010-12). Nun ließ er in Lusanne seinen ersten Titel bei den Profis folgen. Dabei war Dillier unterwegs gar nicht über die Zwischenstände informiert, wie er erklärte. „Die Jungs von der Zeitnehmung haben mir nie meine Zeit durchgegeben, und ich dachte, dass sie mir das nicht sagen wollten um meine Moral nicht zu kippen. Aber ich war in Führung. Sie sagten es mir nicht, weil sie nicht wollten, dass ich zu aufgeregt werde."
Nun steht für den Allrounder am Sonntag noch das 192 Kilometer lange Straßenrennen an, das auch durch seinen Heimatort Baden führt. Dabei hofft Dillier, dass BMC die numerische Unterlegenheit gegenüber IAM wettmachen kann. „Unser Team hat nicht die meisten Fahrer, das ist ein Unterschied zu den vergangenen Jahren", erklärte er. „Aber entscheidend ist, wie intelligent man fährt. Ich freue mich sehr auf das Rennen."
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