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25.01.2013 | (rsn) - Marcel Kittel (Argos-Shimano) halt auch nach dessen Dopinggeständnis zu seinem Sportdirektor Rudi Kemna. „Als wir von der Geschichte hörten, war ich zunächst natürlich enttäuscht und auch überrascht“, sagte der Erfurter, der am Freitag Sechster der 4. Etappe der Tour Down Under wurde, im Gespräch mit cyclingnews.com. „Aber als ich die vollständige Geschichte hörte, konnte ich besser verstehen, warum er es getan hat. Ich denke, es ist eine wichtige Story, damit andere Leute verstehen können, warum eine Menge Fahrer gedopt haben. Nicht weil sie es wollten, sondern weil die damalige Kultur sie dazu gebracht hat“, fügte Kittel an.
Kemna hat zugeben, im Frühjahr 2003 von seinem damaligen Teamarzt Peter Janssen mit EPO versorgt worden zu sein. Bereits nach Gent-Wevelgem sei er jedoch in Panik geraten und habe aufgehört zu dopen. Seinen Sieg bei den folgenden Niederländischen Meisterschaften habe er sauber eingefahren, so der 45-Jährige.
Kemna erklärte bei einer Pressekonferenz, dass er sich zu einem Geständnis entschlossen habe, um den Argos-Shimano Fahrer zu zeigen, wie sehr sich der Radsport verändert habe: „Ich hoffe, dass meine Geschichte und der kleine Einblick darin zu diesem Wandel beitragen können, […] so dass wir die Leute davon abhalten können, Entscheidungen zu treffen, die sie nicht treffen wollen, so wie ich das getan habe.“
Wie Argos-Shimano mitteilte, habe man bereits im November vergangenen Jahres in Absprache mit den Sponsoren beschlossen, dass Kemna ein Dopinggeständnis ablegen würde. Der frühere Sprinter wurde von seinem Team gemäß den Anti-Doping-Regularien zwar für sechs Monate suspendiert, wird danach aber wieder in die Sportliche Leitung zurückkehren – eine Entscheidung, die auch Kittel begrüßte. „Ich bin absolut davon überzeugt, dass Leute wie Rudi einen Platz im Radsport verdienen“, sagte der Argos-Sprinter.
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