Erfurter zieht positive Saisonbilanz

Degenkolb will 2013 einen Klassiker gewinnen

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John Degenkolb (Argos-Shimano) | Foto: ROTH

10.10.2012  |  (rsn) – Mit 13 Siegen und insgesamt 22 Top-3-Platzierungen sowie als Gesamtsieger der UCI-Europe-Tour geht John Degenkolb (Argos-Shimano) in die Winterpause. Dazu kommen eine ganze Reihe weiterer Spitzenplatzierungen wie Platz fünf bei Mailand-San Remo und vierte Plätze bei der Straßen-WM und bei Paris-Tours. Kein Wunder, dass der 23 Jahre alte Erfurter eine positive Bilanze seiner zweiten Profisaison zieht.

„Ich habe meine Leistungen aus meinem ersten Profijahr bestätigt und den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Die Siege bei der Vuelta haben das zum Beispiel gezeigt“, schrieb Degenkolb auf seiner Website. „Was mir aber noch gefehlt hat, war, einen Klassiker abzuschießen oder aufs Podium zu fahren. Das bleibt ein Ziel“, kündigte er selbstbewusst an. Das Zeug dazu hat der fünffache Vuelta-Etappengewinner, wie er in diesem Jahr mit seinen Vorstellungen in den schweren Klassikern bewiesen hat. Degenkolb: „Für mich ist es gut und wichtig zu wissen, dass ich auch bei den ganz langen Rennen über 250 Kilometer bestehen kann.“

Vor allem die überragende zweite Saisonhälfte, die er mit einem Etappensieg bei der Polen-Rundfahrt begann, lässt Degenkolb den kommenden Aufgaben zuversichtlich entgegenblicken. „In die Pause gehe ich mit guter Form und vor allem viel Motivation. Es war rückblickend die richtige Entscheidung, die Vuelta zu fahren und nicht auf die Tour zu setzen. Die drei Wochen in Spanien haben mich für die WM und Herbstklassiker gestählt“, kommentierte er seine Rennplanung.

Die jüngsten Erfolge würden ihm auch „einen Schub für das Frühjahr geben“, so Degenkolb, der seinen Fokus 2013 auf die Frühjahrsklassiker und die Tour de France legen will. „Ich freue mich jetzt schon auf die Schlachten bei der Classicissima oder auf dem Pflaster von Flandern und Roubaix“, fügte er an.

Zunächst aber stehen bis zum ersten Teamtreffen am 4. November einige Wochen Urlaub an, in denen Degenkolb viel Zeit mit seiner Familie verbringen will. Und eines steht für ihn fest: „Das Rad werde ich erst einmal nicht bewegen.“

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