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05.07.2012 | (rsn) - Muss André Greipel (Lotto Belisol) bei der Tour de France in Sachen Grünes Trikot nicht doch noch umdisponieren? Zwei Etappensiege binnen 24 Stunden und wer weiß, was morgen noch kommt? Jedenfalls: Besser hätten es für den gebürtigen Rostocker zuletzt gar nicht laufen können.
Doch die Siege haben den Wahl-Schweizer auch im Kampf ums Grüne Trikot weit nach vorn gespült. Gestern noch betrug der Rückstand zum Slowaken Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) stolze 60 Punkte. Nach dessen Sturz heute im Finale und Greipels Explosion im Endspurt rückte der der 29-Jährige nun bis auf 23 Punkte an den Führenden in der Punktewertung heran.
Dazwischen rangiert lediglich noch Matthew Goss (Orica-GreenEdge) – eine Kleinigkeit von fünf Zählern vor Greipel. Dabei hatte sich der Deutsche zuletzt gar nicht mehr an den Zwischensprints beteiligt und ließ die Punkte im wahrsten Sinn des Wortes auf der Straße liegen. „Ich bin hier, um Etappen zu gewinnen. An das Grüne haben wir nie gedacht. Sagan kann Sprinten, kommt gut über die Berge. In Sachen Grünes Trikot ist er für mich unschlagbar“, sagte Greipel noch am Mittwochabend.
Heute Abend wird es das gleiche Ritual geben wie gestern: Dusche, Massage, Essen – und ein Schlückchen Sekt auf den Etappensieg. Und vielleicht schaut ja auch noch Teamchef Marc Sergeant bei Greipel im Zimmer vorbei und gibt ein neues Ziel aus?
Das Maillot Vert würde Greipel sicher stehen. Morgen wissen wir mehr: Vielleicht beteiligt sich der „Gorilla“ dann ja am Zwischensprint. Es wäre ein Signal an die Konkurrenz: Greipel will Grün.
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