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04.07.2012 | (rsn) - Dass die 3. Tour- Etappe für Verlierer sorgen würde, war jedem im Vorfeld klar. Dass es aber ein einzelnes Team so massiv erwischen würde, nicht. "Das war ein besch... Tag für uns", kommentierte David Millar die Bialnz seines Garmin-Rennstalls nach dem hektischen Tagesabschnitt an die Küste.
Gleich drei Asse der Truppe verloren im Klassement mächtig an Boden. Besonders schlimm erwischte es Tom Danielson, den Achten der Tour des Vorjahres. Der US-Amerikaner renkte sich die Schulter aus, konnte kaum seinen Lenker halten und verlor über neun Minuten. Noch ist offen, ob er das Rennen fortsetzen kann. Joker Daniel Martin erlebte bei seiner Tour-Premiere, wie hart es auf solchen Etappen zur Sache gehen kann. Bilanz für den Iren, Achter der Weltrangliste 2011, waren über fünf Minuten Rückstand zum Tagessieger.
Besser weg kam Christian Vande Velde, allerdings nur im Vergleich zu seinen Teamkollegen. Drei Reifenschäden warfen ihn zurück, so dass der Tour-Vierte von 2008 und Tour-Achte 2009 in Boulogne-sur-Mer +2:08 Minuten kassierte und auf Rang 58 abrutschte. Damit ist schon nach vier Tagen klar, dass Garmin seinen Triumph in der Teamwertung nicht wird wiederholen können, obwohl das Team dafür mehr als aussichtsreich aufgestellt war.
Aber: Es bleibt ein rosaner Hoffnungsschimmer: Wenigstens Kapitän Ryder Hesjedal kam durch und als einziger Garmin-Fahrer überhaupt in der ersten Gruppe an. Auf dem Giro-Sieger ruhen nun alle Podiums-Hoffnungen. Mit Geschick und Glück kam der Ex-Mountainbiker, trotz einiger heikler Momente samt Sturz und Defekt, gut durch die Etappe.
"Wir sind froh, dass zumindest unser Ziel, Ryder im Rennen um die Gesamtwertung zu halten, den Tag überlebt hat", so Teamchef Jonathan Vaughters gegenüber Cyclingnews, "denn ansonsten hatten wir schon mächtig Pech. Einen Plan B für die Gesamtwertung haben wir jetzt nicht mehr."
Zuletzt hatte es 2010 das Team fast noch übler zu Tour-Beginn erwischt: Nach Spa stürzte der damalige Kapitän VandeVelde so böse, dass er tags darauf nicht mehr starten konnte. In Bresche sprang - Hesjedal, der dann als Sechster in Paris seinen bis dahin größten Erfolg feierte. Vielleicht also zumindest ein gutes Omen am Ende eines Tages zum Vergessen.
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